Rund 80 Teilnehmer erwartet das LAZ Zweibrücken heute zur dritten Auflage des Himmelsstürmer-Cups auf dem Herzogplatz. Der Veranstalter ist für jedes Wetter gerüstet und erhofft sich auf den neuen Anlaufstegen Rekorde. Raphael Holzdeppe springt nicht, ist aber vor Ort.

Zweibrücken. Bange Blicke gehen am Morgen Richtung Himmel. Die dicken Wolken, die über dem Zweibrücker Rathaus hängen, würden die Verantwortlichen des LAZ Zweibrücken am liebsten wegschieben. Trotz der nicht ganz so sonnigen Aussichten gehen sie aber zuversichtlich in die dritte Auflage des Himmelsstürmer-Cups, der heute ab 13 Uhr auf dem Herzogplatz ausgetragen wird.

Noch wird gehämmert, geschraubt, die Anlaufbahnen ausgerichtet. Die zwei dicken Matten der beiden Anlagen liegen aber bereits – noch gut verpackt – bereit. Da greifen auch der frischgebackene Deutsche U18-Meister und Trainer sowie Vorsitzende Bernhard Brenner mit an. „Hier helfen alle mit“, erklärt Letzterer. Die Diskussionen um das Wetter, die auch bei den Aufbauhelfern nicht ausbleiben, will er eigentlich nicht führen. „Wir sind bestens gerüstet“, erklärt er. Und zeigt auf die großen, wasserundurchlässigen Schirme, die neben der Rathaustreppe gestapelt sind. Gesprungen wird heute auf jeden Fall. Brenner: „Die neue Anlaufbahn muss eingeweiht werden – und wenn es hart auf hart kommt, springen die Teilnehmer die Rekorde ohne große Zuschauermasse“, sagt der 27-Jährige mit einem Grinsen. Abgesagt wird hier nichts. Auf einen neuen Meeting-Rekord, derzeit 5,51 Meter, hofft der Sportliche Leiter Alexander Vieweg. „Wir sind Freiluftsportler“, betont er, da müsse man mit allen Unwegsamkeiten zurechtkommen. Und er hofft, dass das auch die Zuschauer werden. Egal, was das Wetter heute macht.

Die Wettkämpfe auf den zwei Anlagen, durch die „ein ständiger Schlagabtausch und damit stets Spannung gewährleistet sind“ (Vieweg), beginnen um 13 Uhr mit dem Nachwuchs. Rund 30 Athleten schwingen sich hier in die Lüfte. Ab 16 Uhr kämpfen die Junioren um Bestmarken. Mit dabei: der neue U18-Titelträger Fahad Sadig. Ganz hoch hinaus geht es ab 19 Uhr, wenn sich die Elite der Männer und Frauen mit 14 beziehungsweise elf Teilnehmern Richtung Himmel katapultieren. Weltmeister Raphael Holzdeppe und die verletzte Kristina Gadschiew müssen heute zuschauen, werden am Rande des Springens aber die Athleten anfeuern und Autogramme schreiben.

Während die Anlaufstege auf dem Herzogplatz gestern Mittag Formen annehmen, kämpft sich die Sonne durch die dicken Wolken und gewinnt zeitweise die Überhand. „Läuft doch alles perfekt“, sagt Brenner mit einem zuversichtlichen Lachen.

Zugehörige Wettkämpfe

Datum Name Ort
15.08.2014 Himmelsstürmer-Cup 2014 Zweibrücken (Deutschland)