Seit 1998 ist Bernhard Brenner Mitglied am Zweibrücker Leichtathletikzentrum LAZ. Der 25-Jährige ist von der außerordentlichen Mitgliederversammlung zum neuen 1. Vorsitzenden im Vorstand gewählt worden. Unterstützt wird Brenner hier von Ann-Katrin Schwarz und Alexander Vieweg.

Bernhard Brenner blickt zuversichtlich auf seine kommende Amtszeit als Vorstandsvorsitzender des LAZ Zweibrücken und die nächsten Projekte in 2013. (Foto: hcr)

Bernhard Brenner blickt zuversichtlich auf seine kommende Amtszeit als Vorstandsvorsitzender des LAZ Zweibrücken und die nächsten Projekte in 2013. (Foto: hcr)

Herr Brenner, vor wenigen Wochen wuselten hier überall Kinder in der Halle umher, Waffelduft hing in der Luft: War der diesjährige Talentcup für das LAZ ein Erfolg?

Bernhard Brenner: Auf jeden Fall, wir haben in diesem Jahr auch ein neues Konzept ausprobiert. Wir haben nur die Grundschulen eingeladen, mit ihren besten Schülern zu kommen und sich in den drei Wettbewerben zu messen. Im vergangenen Jahr waren es noch fünfmal so viele Teilnehmer wie jetzt – über 400 Kinder und Jugendliche sind das gewesen, kaum zu organisieren.

Also ging das neue Konzept, mit weniger Schülern an den Start zu gehen, auf. Ein Teil der Strategie der Jungen im LAZ-Vorstand. Sie sind kürzlich zum ersten Vorsitzenden im Vorstand gewählt worden: Wie sehen die nächsten Schritte aus?

Brenner: Der Vorstand besteht aus drei Mitgliedern, quasi als meine Stellvertreter, vor allem aber Partner in der täglichen Arbeit sind Alexander Vieweg und Ann-Katrin Schwarz. Wir wohnen übrigens auch zusammen in einer WG, der Vorstands-WG sozusagen… Wir sind mit dem Talentcup sehr zufrieden. Im kommenden Jahr wird es weiter gehen mit diesem Konzept, die Wettbewerbe nach Schulform und somit nach gestaffelten Altersgruppen durchzuführen. Auch der Himmelsstürmer-Cup war in diesem Sommer ein Riesenerfolg! Nicht nur, dass Raphael Holzdeppe hier die Bronzemedaille von Olympia in London mitbrachte. Auch das Projekt an sich hat nach unglaublich kurzer Vorbereitungsphase von rund fünf Wochen super funktioniert. Um die 1000 Zuschauer haben das Stabhochsprungfest unter freiem Himmel am Herzogsplatz gesehen. Im Jahr 2013 wollen wir auf jeden Fall noch mehr Leute ansprechen.

Was macht den Reiz dieser Veranstaltung aus?

Brenner: Es ist das Springen um des Sports willen und der Bedingungen. Die Athleten wissen dies oft mehr zu schätzen, als die Höhe von Startgeldern oder die bequeme Erreichbarkeit. Auch die Atmosphäre ist wichtig – das Publikum auf der einen Seite, aber auch die normalen Sportbedingungen in der Realität, wenn das Meeting vorbei ist. Wir wollen das Motto des LAZ mit mehr Leben füllen: „Jung, dynamisch, erfolgreich“. Das LAZ begeht in 2013 sein 25, Jubiläum. Wir peilen voll Zuversicht die nächsten an! Wir gehen die Dinge direkt an, sprechen mit allen. Denn nur Nicht-reden und von oben herab entscheiden verursacht Fehler.

Was macht denn Ihre Arbeit am LAZ aus?

Brenner: Wir entdecken, fördern und formen unsere Athleten hier bei uns von klein auf. Wir kaufen weniger die Topsportler ein, da sind wir einer der wenigen Vereine und Leistungszentren in Deutschland. Und es geht nicht nur um den Sport an sich, auch das Drumherum ist wichtig. Wettbewerbe wie der Himmelsstürmer-Cup oder der Talentcup werden von allen gemeinsam vorbereitet, das formt den Charakter, die Zusammengehörigkeit. Somit ist der Sport bei uns auch eine Persönlichkeitsprüfung.

Genau das habe ich anfangs mit dem Waffelduft gemeint: familiäre, entspannte Stimmung am Rand der Halle, Spannung und Leistung an den Anlagen. Welche nächsten Ziele haben Sie für 2013?

Brenner: Nach dem Talentcup stehen die nächsten Termine definitiv fest: Am 9. März gibt es den Hallenstürmer-Cup, dann am 15. August das Meeting unter freiem Himmel, den Himmelsstürmer-Cup, und später werden wir unser 25. Jähriges Jubiläum groß feiern! Hinzu kommen auch noch der „Crosslauf“, ein Hinderniswettbewerb. Zudem wird sich das LAZ auf dem Zweibrücker Stadtfest mit einem eigenen Stand präsentieren.