Zweibrücken/Mainz. Für das neue Jahr hat sich Raphael Holzdeppe vom Leichtathletikzentrum (LAZ) Zweibrücken hohe Ziele gesetzt. Der Weltmeister des vergangenen Jahres von Moskau mit 5,89 Meter strebt im August in Zürich seinen ersten EM-Titel bei den Aktiven an, nachdem er die Goldmedaille schon bei der U 23 gewonnen hatte. Zudem erklärte der 24-jährige Junioren-Weltrekordler am Sonntagabend bei der Landesportlerwahl in Mainz, bei der er seinen Titel verteidigte (wir berichteten), dass er hofft, „in diesem Jahr die magische Sechs-MeterMarke zu knacken. Ich wollte das schon 2013 schaffen, da hat es noch nicht geklappt.“ An diese Höhe müsse man sich Schritt für Schritt herantasten. Derzeit fehlen dem Zweibrücker, der seit August 2012 in München beim Südafrikaner Chauncey Johnson trainiert, noch neun Zentimeter.

An die Olympischen Spiele 2016 in Rio des Janeiro denkt der Wahl-Münchner noch nicht. Zwar wünsche er sich, die Bronzemedaille von 2012 in London zumindest bestätigen zu können, doch er denke zunächst von Jahr zu Jahr. So stehen bis zum Höhepunkt der Hallensaison Anfang März mit der WM im polnischen Sopot wöchentlich zwei Wettkämpfe an. Los geht’s Ende Januar mit dem Meeting in Rouen (Frankreich), und am Wochenende, 22./23. Februar, steht die DM in Leipzig im Terminkalender. Die EM in der Schweiz beschreibt er folgendermaßen: „Was für uns schön ist, weil es nicht so weit zu fahren ist.“

Im kommenden Jahr wolle er versuchen, in Peking seinen WM-Titel verteidigen. Ausruhen auf dem Erfolg ist für Holzdeppe nicht drin. Bei all seinem Eifer muss der ehrgeizige Zweibrücker ab und an von seinem Trainer Chauncey Johnson gebremst werden. „Raphael ist sehr ehrgeizig. Er will immer mehr und mehr und mehr. Das ist bei jungen Sportlern so. Da muss man manchmal schon die Handbremse hochziehen“, erzählt der Südafrikaner