Fast schon traditionell zu nennen ist der alljährliche Trainingsaufenthalt der Stabhochspringer des Leichtathletikzentrums (LAZ) Zweibrücken in Italien. Für neun Tage bezogen die Zweibrücker Quartier in Igea Marina in der Nähe von Rimini an der italienischen Adriaküste. Auch wenn der Name Rimini eher an Sonne, Strand und Urlaub denken lässt, »so ist ein Trainingslager sicher keine laue Osterfreizeit«, stellt Trainer Helmut Kruber klar. Zweimal am Tag werden die Sportler ins Technik-, Konditions- und Krafttraining bestellt. Der besondere Vorteil eines Trainingslagers in südlicheren Gefilden besteht darin, dass der ‹bergang von der Hallen- in die Stadionsaison vorbereitet und erleichtert wird. »Während in Deutschland das Wetter meistens noch sehr kühl ist und innen trainiert werden muss, kann in Italien bereits im Freien gearbeitet werden«, erklärt Kruber den Hauptgrund für das regelmäßige Trainingslager in den Osterferien.
Vor Ort musste er dann allerdings feststellen, dass die Stabhochsprungmatte im italienischen Stadion einen »antiken« Eindruck macht. Die Sprünge konnten daher nur mit stark verkürztem Anlauf trainiert werden. Aber trotz dieser Abstriche ñ »hier zeigt es sich erneut, dass Stabhochsprungtraining in Zweibrücken unschlagbar ist« - bekommen Trainingselemente wie zum Beispiel Konditionsläufe, Sprungkraftübungen oder Gymnastik am Strand eine abwechslungsreichere und die Motivation förderndere Note als in der gewohnten – langweiligen – Umgebung.
Nicht zuletzt wird durch den gemeinsamen mehrtätigen Aufenthalt der Zusammenhalt in der Trainingsgruppe gefördert. Die Athleten lernen sich durch außersportliche gemeinsame Aktivitäten besser kennen und schätzen, was zurück in Zweibrücken wiederum die Motivation in Training und Wettkampf steigern kann. Dass die Athleten, die die Kosten für diese Aufenthalte komplett privat zahlen, die Trainingslager gerne besuchen, zeigt sich jedes Jahr erneut an der regen Beteiligung. Für Helmut Kruber heißt es jetzt nur noch, »dass meine Leute den Schwung aus Italien mitnehmen in eine erfolgreiche Stadionsaison.«