LAZ-Trainer Matthias Brockelt referiert beim Sportstammtisch zu Motivationsaspekten

Der Trainingsplan von Nachwuchsleistungssportlern lässt oft wenig Spielraum. Dazu kommt das schwierige Alter in der Pubertät. Wie man junge Sportler dennoch bei Laune hälft, erzählt LAZ-Trainer Matthias Brockelt heute beim Sportstammtisch.

Zweibrücken. „Leistungssport unter Motivationsaspekten“, lautet das Thema des Merkur-Sportstammtisches heut ab 19 Uhr in der Cafeteria des Zweibrücker Badeparadieses. Referent ist der hauptamtliche Trainer des Leichtathletik-Zentrums (LAZ) Zweibrücken, Matthias Brockelt. Er beleuchtet das Thema unter den Aspekten von Trainingswissenschaft und Sportpsychologie und gibt Beispiele aus dem Trainingsalltag seiner LAZ-Kadergruppe. Er verweist in seinem Vortrag auf die Notwendigkeit, mutig „andere Wege“ zu beschreiten im Sinne eines langfristigen Aufbaus, auch um den Preis, dass die Erfolge später, dafür aber gesund, „eingefahren“ werden.

Der 44-Jährige Diplom-Sportlehrer sieht die Herausforderung darin, „die hoch motivierten Leistungssportler“ über Jahre, besonders auch während der Pubertät, zu begeistern. Da in der Regel der Trainingsplan nicht sehr abwechslungsreich sei und sich in bestimmten Zyklen wiederhole, gelte, es den Athleten ab und an gewisse Höhepunkte zu bieten.

Dabei verfolgt der Sportlehrer des Hofenfels-Gymnasiums vordergründig eine spielerische Herangehensweise, wenn sich die leistungsstarken Sportler wie Till Wöschler (Speerwerfer), Raphael Holzdeppe (Stabhochsprung), Jens Werrmann (Hürdensprint) und Marc Brendamour (Diskuswerfer) im Kugelschocken zu messen. Solche Wettkämpfe sorgten stets auch für eine gewisse Erheiterung. Eine andere Form sei das Sprungkrafttraining beim Beachvolleyball im Sand. Das sei zum einen gelenkschonend und der Wechsel der Örtlichkeit vom Westpfalzstadion ins Freibad sorge für zusätzliche Motivation. Außerdem könne der ursprüngliche Individualsportler plötzlich in einer Mannschaft sein Können unter Beweis stellen. Dabei würden ähnliche Umfänge und Intensität zugrunde gelegt, wie es der Trainingsplan vorschreibe.

Auch im zehntägigen Oster-Trainingslager an der portugiesischen Algarve verfolgte Matthias Brockelt ein ähnliches Konzept: Hier sorgte er für den konditionellen Feinschliff am Sandstrand oder der Holztreppe mit 122 Stufen in Albufeira, gepaart mit technischen Einheiten. Die Grundlagen und den technischen Feinschliff erhielten seine Kaderathleten am Bundesleistungszentrum in Zweibrücken oder am Olympiastützpunkt in Saarbrücken.

Gäste sind willkommen.

Matthias Brockelt (mitte) mit Till Wöschler und Sara-Cathrin Krieg
Matthias Brockelt (Mitte) ist für jeden Spaß zu haben. Die gleiche Freude will er auch seinen Sportlern wie Till Wöschler und Sara-Cathrin Krieg im Training vermitteln. Foto: pma