Zweibrücken/Berlin. Nicht nur die Athleten mussten am frühen Freitagabend auf ihre Wettkämpfe warten. Auch Speerwerfer Till Wöschler vom LAZ Zweibrücken konnte bei seinem Tipp für das Speerwurf-Finale (Sonntag, ab 16.20 Uhr) nur verspätet abgeben. Denn kaum hatte die zweite Qualifikationsgruppe mit ihren Würfen begonnen, öffnete der Himmel über Berlin seine Schleusen und wollte sie gar nicht mehr schließen. So wurde die Qualifikation auf den späten Abend verschoben. Einen Favoriten hat Wöschler, Silbermedaillengewinner der U 20-EM, dennoch: Vadims Vasilevskis. Der Lette hält die Weltjahresbestleistung. Als einziger Deutscher hat es Max Frank ins Finale geschafft. „Ich denke, Max hat gute Endkampfchancen, wenn er gut wirft“, meint Wöschler. Vorn sieht er außerdem den Finnen Tero Pitkämäki und den Norweger Andreas Thorkildsen.

Wenn es beim LAZ Zweibrücken eine Spezialdisziplin gibt, dann ist das der Stabhochsprung. Nachdem Frauenfinale mit LAZ-Springerin Kristina Gadschiew sind am Samstag ab 18.15 Uhr nun die Männer an der Reihe – aber ohne den Olympia-Teilnehmer Raphael Holzdeppe. Der wird trotzdem im Stadion sein und seine Disziplinkollegen Malte Mohr und Alexander Straub anfeuern. „Der Franzose Renaud Lavillenie ist bisher am konstantesten gesprungen. Wenn er die Nerven behält, müsste er das Rennen machen“, meint Holzdeppe. Aber auch Straub sei in der Qualifikation gut gesprungen und könne dem einzigen Sechs-Meter-Springer der Saison gefährlich werden. Auf den Franzosen tippt auch LAZ-Stabhochspringer Jan Rio Krause. „Er ist der beste Springer in dieser Saison. Aber dahinter liegen alle sehr eng zusammen.“ Die Siegerhöhe liegt, so schätzt der 16-Jährige, zwischen 5,90 und 5,95 Metern.