Zahlreiche Veränderungen gibt es beim 4. LAZ-Himmelsstürmer-Cup: Neuer Termin, neuer Standort, über zwei Tage. Der Vorteil: Für die Athleten sind neben dem früheren Datum auch die Rahmenbedingungen attraktiv. Das zeigt bereits jetzt das Teilnehmerfeld.

Zweibrücken. Die ersten kleinen Anzeichen für den 4. Himmelsstürmer-Cup sind bereits zu erkennen. Auf der Tartanbahn im Westpfalzstadion stehen einige Teile des Anlaufstegs für die Stabhochsprung-Anlage. „Heute Morgen haben wir gerade mit Vertretern der Stadt abgeklärt, dass wir den Steg auf der neuen Bahn aufbauen dürfen“, erklärt der sportliche Leiter des Leichtathletikzentrums (LAZ) Zweibrücken, Alexander Vieweg. Ansonsten bringt das nächste Stabhochsprung-Event weniger logistischen Aufwand mit sich als in den vergangenen Jahren – aber zahlreiche Veränderungen. Früher im Jahr als die vergangenen drei Veranstaltungen findet der Himmelsstürmer-Cup bereits am Wochenende 13./14. Juni und nicht wie zuvor am 15. August statt. Auch der Standort wechselt: Vom Herzogplatz in der Innenstadt zieht das Event ins Westpfalzstadion um. Eine weitere Neuerung: Die Veranstaltung wird dieses Mal über zwei Tage stattfinden.

Der zweite Umzug innerhalb eines Jahres, bereits der Hallenstürmer-Cup war von der Westpfalzin die LAZ-Halle verlegt worden, geschieht aus mehreren Gründen. Der 15. August liegt sehr nah an den Weltmeisterschaften in Peking (22. – 30. August), zudem ist es ein Samstag. „Da ist in der Innenstadt in Zweibrücken sowieso nicht so viel los.“ Hinzu kommt der geringere logistische und organisatorische Aufwand für den Verein. „Wir können die Anlagen zwei Tage vorher aufbauen, locker vier Tage stehen lassen. Wir haben hier alles vor Ort“, erklärt Vieweg.

Deutsche Elite am Start

Vor allem aber seien die Rahmenbedingungen und der frühe Termin für die Athleten viel attraktiver. „Der Himmelsstürmer-Cup kann somit noch als Quali-Wettkampf für die WM genutzt werden – und das merken wir schon jetzt am sehr guten Zulauf vor allem im Männerfeld.“

Zugesagt haben ihre Teilnahme neben Weltmeister Raphael Holzdeppe (5,91m) und dem zweiten Lokalmatador Daniel Clemens (5,60m) unter anderem bereits der Deutsche Meister 2014, Tobias Scherbath, mit einer Bestleistung von 5,73 Metern, der DM-Dritte Karsten Dilla (5,72m), Carlo Paech und Hendrik Gruber (5,70m). Auch die Franzosen Valentin Lavillenie (5,80m), der kleine Bruder von Olympiasieger Renaud und Kevin Menaldo (5,72m). Der LAZ-Vorsitzende Bernhard Brenner, der für das Teilnehmerfeld verantwortlich ist, ist zudem an Amerikanern und Kanadiern dran. Bei den Frauen wird das Feld angeführt von Silke Spiegelburg (4,82m). Zudem greift Lokalmatadorin Kristina Gadschiew zum Stab. „Sie alle werden Luxusbedingungen vorfinden, die es so sonst glaube ich nirgendwo gibt“, sagt Alexander Vieweg. Auf zwei Anlagen kann aus vier möglichen Anlaufrichtungen gesprungen werden. Auf einem Steg oder vom Boden aus. Aus welcher Richtung letztendlich angelaufen wird, „darüber entscheiden die Athleten im Vorfeld abhängig von den Windbedingungen selbst“.

Der sportliche Leiter hofft, dass neben den Springern auch die Besucher Spaß an der Neuauflage im Westpfalzstadion bei weiterhin freiem Eintritt finden. „Ich weiß nicht, wie viele Zuschauer der Umzug uns kostet. Wir haben die Hoffnung, dass wir einen Zulauf an einem Sonntagmittag außerhalb der Ferien haben, auch an Familien und Kindern.“

Kein Zurück in Innenstadt

Auf eine Zahl festlegen will sich das LAZ nicht. „Wir hoffen einfach, dass das Meeting ankommt und das Interesse von Jahr zu Jahr größer wird.“ Heißt, einen Rück-Umzug auf den Herzogplatz wird es nicht geben. „Der Standort soll das Westpfalzstadion werden.“

Hautnah dran sollen die Zuschauer auch hier sein. Die zwei Anlagen stehen leicht versetzt auf der Seite der Laufbahn in Richtung LAZ-Halle, die Gäste finden an der Seite zwischen Rasen- und Kunstrasenplatz auf Bierbänken oder auf der Wiese des kleinen abfallenden Walls direkt vor der Absperrung Platz. Der Innenraum bleibt den Athleten vorbehalten. Samstags ab 14 Uhr greift der Nachwuchs zum Stab, sonntags ab 14 Uhr misst sich jeweils die Elite – zunächst die Frauen, dann die Männer. Mit Blick gen strahlend blauen Himmel bemerkt Vieweg: „Jetzt muss nur noch das Wetter stimmen, so wie heute könnte es auch am zweiten Juni-Wochenende sein.“

Zugehörige Wettkämpfe

Datum Name Ort
13.–14.06.2015 Himmelsstürmer-Cup 2015 Zweibrücken (Deutschland)
22.–30.08.2015 Weltmeisterschaften 2015 Peking (China)