Leverkusen. Eine Silbermedaille, zwei persönliche Bestleistungen und ein „Salto nullo“ – das war die Ausbeute der Leichtathleten des LAZ Zweibrücken bei den deutschen Meisterschaften der U23-Altersklasse am Wochenende in Leverkusen. Über allem strahlte das Silber von Sprinterin Sina Mayer über 100 Meter vom Samstag

„Ich bin wirklich zufrieden mit dem zweiten Platz. Mein Ziel vorher war ja ganz klar eine Medaille“, sagte die 22-Jährige gestern Nachmittag, eine Stunde, nachdem sie wieder zu Hause in Schönenberg-Kübelberg angekommen war. Ihr Plan und der ihres Trainers Christian Stütze war am Samstag bei eher kühlen 20, 21 Grad aufgegangen. „Ich wollte den Vorund Zwischenlauf ganz locker angehen. Das hat gut geklappt. Ich konnte es jeweils ab 70 Metern auslaufen lassen und ein bisschen Kraft fürs Finale sparen.“

11,74 und 11,70 Sekunden zeigte die Stoppuhr nach den beiden Läufen an. Im Endlauf, den Keshia Beverly Kwadso (TV Wattenscheid 01) in 11,42 Sekunden gewann, steigerte sich Mayer, bisher drittbeste Deutsche in diesem Jahr mit 11,25 Sekunden, noch mal auf 11,58 Sekunden. „Vom Gefühl her dachte ich, es ist ein guter Lauf. Aber beim Start und der Beschleunigung war es doch noch nicht optimal“, sagte sie. Kontrahentin Kwadso war dann „hinten raus richtig weg“.

In zwei Wochen steht ein Termin mit der U23-Staffel an, dazu ein Einlagelauf über 100 Meter. Dazu ist es sehr gut möglich, dass Mayer nach ihrer Bestzeit unlängst in Regensburg und jetzt U23-Silber vom Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV) auch für die U23-Europameisterschaft im polnischen Bydgoszcz (13. bis 16. Juli) nominiert wird – ihr großes Saisonziel. Der DLV nominiert die Teilnehmer heute oder morgen.

Auch für den zweiten LAZ-Sprinter in Leverkusen lief es gut: Jonas Klein aus Saalstadt stellte über 200 Meter gestern Morgen in 22,11 Sekunden als 18. eine neue Bestleistung auf, eine Hundertstelsekunde unter seiner alten Bestmarke. „Es war okay“, meinte der 18-Jährige locker zu seinem Auftritt bei den Älteren. Seine deutschen Titelkämpfe, die der U20, folgen ja erst noch vom 4. bis 8. August in Ulm. „Mit Bestleistung hat man nichts verkehrt gemacht. An einigen Stellschrauben kann er ja noch drehen“, stellte Papa und LAZ-Trainer Klaus Klein fest. Bei guten äußeren Bedingungen (27 Grad warm, leichter Rückenwind) habe sich Jonas gegen starke Gegner gut präsentiert. „Er hat vielleicht noch mit einer Zeit unter 22 Sekunden geliebäugelt. Aber ich schätze, das ist nur aufgeschoben“, so Klaus Klein.

48,21 Meter – das wies die Anzeigentafel in Leverkusen für LAZ-Hammerwerferin Hanna Luxenburger aus. Auch sie verbesserte damit als Sechste des Wettkampfs ihre alte Bestmarke und war super zufrieden, zumal sie eine Kontrahentin hinter sich ließ, von der sie es nicht erwartetet hatte. Es siegte Sophie Gimmler (LC Rehlingen) mit 64,89 Meter.

Pech hatte gestern LAZ-Stabhochspringer Nicolas Dietz: Der Bottenbacher scheiterte dreimal an seiner Anfangshöhe von 5,00 Metern und war danach ordentlich frustriert. Sein Trainer Alexander Gakstädter gab Auskunft über den Wettbewerb: „Es waren unter anderem wieder die schon bekannten Anlaufprobleme bei Nicolas. Er fühlt sich im Moment aus längerem Anlauf einfach nicht sicher.“ Trainer und Athlet hätten schon darüber gesprochen, erst mal eine Woche zu pausieren, und dann wieder eine ganze neue Aufbauphase anzugehen. „Bis Nicolas kommen derzeit zwei, drei Faktoren zusammen. Damit müssen wir arbeiten“, meinte Gakstädter auch zu zusätzlichen Lieferengpässen bei fehlenden Stäben.

Zugehörige Wettkämpfe

Datum Name Ort
17.–18.06.2017 Deutsche U23 Meisterschaften 2017 Leverkusen (Deutschland)