LAZ-Stabhochspringerin startet als Titelverteidigerin bei der Jugend-DM

Mit neun Athleten tritt das LAZ Zweibrücken am Wochenende bei den Deutschen Jugendmeisterschaften in Neubrandenburg an. Als größte Medaillenhoffnung gilt die Titelverteidigerin im Stabhochsprung, Natasha Benner.

Zweibrücken/Neubrandenburg. „Ich spüre überhaupt keinen Druck“, erklärte Natasha Benner vom Leichtathletikzentrum (LAZ) Zweibrücken wenige Tage vor den Deutschen Jugendmeisterschaften an diesem Wochenende in Neubrandenburg. Tritt die 19-jährige Abiturientin bei der A-Jugend doch als Titelverteidigerin im Stabhochsprung an. „Was passiert, passiert“, gibt sie ganz entspannt zu verstehen.

Selbst die schriftlichen Abiturprüfungen am Hofenfelsgymnasium mit dem Schwerpunkt Biologie, Sport und Englisch hatten Natasha Benner nicht davon abgehalten, im Januar bei den Rheinland-Pfalz-Meisterschaften zu starten. Dort schaffte sie bei den Frauen prompt mit 4,20 Metern den Sprung aufs Treppchen hinter Anna Battke und ihrer Vereinskameradin Kristina Gadschiew. „Ich brauchte Abwechslung neben der ganzen Lernerei“, begründete sie.

Einen weiteren Schritt nach vorne will sie an diesem Samstag im A-Jugend-Wettbewerb machen, nachdem sie am Wochenende bei einem Wettkampf in Potsdam ihre persönliche Bestleistung auf 4,22 Meter verbessert hatte. Damit führt die Zweibrückerin auch das Tableau vor Martina Schultze (LG Filstal/4,15 Meter) und Annika Roloff (Holzminden/4,11 Meter) an. Im Wettbewerb sind auch noch ihre Vereinskameradinnen Michaela Doni (Bestleistung 3,70 Meter), die Süddeutsche Meisterin Anna Felzmann sowie Caroline Günther (beide 3,60 Meter) und Lisa Hoffmann (3,50 Meter).

Wenngleich Natasha Benner völlig entspannt antritt – „ich will schon gewinnen“ – hat sie sich zum Abschluss der Hallensaison doch noch ein Ziel gesetzt. Den Deutschen Jugend-Hallenrekord der Leverkusenerin Floe Kühnert aus dem Jahre 2003 mit 4,30 Meter zu knacken. Auf jeden Fall geht sie „optimal vorbereitet“ in den Wettkampf, wobei sie auf die mentale Unterstützung von Andrei Tivontchik, Bundestrainer des A- und B-Kaders der Stabhochspringerinnen, baut. „Ich bin froh, wenn er dabei ist.“ Ein besonderer Reiz birgt die DM zusätzlich. Die beiden Erstplatzierten qualifizieren sich für den Länderkampf gegen Frankreich am 27./28. Februar in Metz.

Medaillenchancen rechnen sich die Zweibrücker, wie LAZ-Trainer Matthias Brockelt betonte, auch im Stabhochsprung der männlichen Jugend aus. Der Süddeutsche Meister der B-Jugend, Daniel Martinez, liegt höhengleich mit Marvin Caspari (Bayer Leverkusen) und Leo Lohre (TSV Ettlingen) mit 5,10 Metern an der Spitze. Als Siebter im Ranking startet noch sein Mannschaftskamerad Daniel Clemens mit einer Bestleistung von 4,90 Meter.

Weitere Starter des LAZ sind Sarah Krieg, die sowohl mit dem Hammer, Diskus, Speer und der Kugel die Qualifikation für die DM geschafft hat, bei der auch die Deutschen Winterwurfmeisterschaften ausgetragen werden. Vermutlich wird sie aber bei der Hammerkonkurrenz wegen zeitlicher Überschneidungen nicht antreten. Größte Chancen hat die 17-jährige Mehrkämpferin im Speerwurf, wo sie mit 42,34 Meter an fünfter Stelle der Bestenliste steht. Absagen musste Marc Brendamour die Titelkämpfe laut Brockelt, mit einer Armverletzung. Er war für den Diskus- und Kugel-Wettbewerb qualifiziert. „Außenseiterchancen auf einen Podestplatz“ räumt Mathias Brockelt zudem seinem Speerwerfer Till Wöschler ein, der mit 66,21 Metern bei der A-Jugend Rang fünf einnimmt.

Stabhochspringerin Natasha Benner
Auf dem Sprung nach oben ist Natasha Benner. Foto: pma