Rheinstetten. Die Bilanz des LAZ Zweibrücken bei den süddeutschen Hallenmeisterschaften der Leichtathleten in Rheinstetten bei Karlsruhe nimmt sich bescheiden aus. Ausgerechnet eine, die nach längerer Pause erst in dieser Saison wieder ins Wettkampfgeschehen eingriff, holte am Wochenende mit Silber (wir berichteten kurz) die einzige Medaille nach Zweibrücken: Natasha Montgomery, besser bekannt unter ihrem früheren Namen Natasha Benner.

Zwei Jahre hatte sich die gerade 25 Jahre alt gewordene Natasha vom Leistungssport verabschiedet, jetzt hat sie wieder richtig Lust bekommen aufs Springen. Manchmal trainiert sie zweimal am Tag, morgens vor und abends nach der Arbeit im Outletcenter. Die Deutsche Jugendmeisterin von 2008 (4,15 m) und Deutsche U20-Hallenmeisterin von 2009, damals in Neubrandenburg sprang sie 4,20 Meter, tastet sich an alten Höhen heran.

Sie trainiert wieder bei Andrei Tivontchik, in der Messehalle 2 in Rheinstetten wurde sie von Todd Henson betreut. Ihre Anfangshöhe von 3,80 Meter nahm sie im dritten Versuch, die 3,90 Meter im ersten Versuch, damit war sie Zweite und „sehr zufrieden, dafür, dass ich seit zwei Jahren keine Höhe stehen habe“. Sie strahlte. Die 20 Jahre alte Salome Schlemer belegte mit 3,50 Meter in dieser Frauenklasse den fünften Rang.

In der U18-Klasse hätte es durchaus auch eine Medaille geben können, am ehesten durch Lea Faltermann. Aber: Lea war krank. Die ganze Hallensaison über plagte sie sich mit Zahnschmerzen herum, wie Trainer Helmut Kruber erzählte. Mitte der Woche hatte sie noch einmal eine schmerzhaften Eingriff, so dass sie sogar während des Wettkampfes im Mund blutete. Vielleicht wäre es besser gewesen, gar nicht anzutreten, aber die 15-Jährige wollte unbedingt springen. Mit 3,30 Meter blieb sie unter ihrem Niveau und belegte Platz vier vor Lee Wegener (3,20). Paula Lapp vom LAZ wurde mit 3,10 Meter Siebte, Freyja Fremgen mit 2,90 Meter Neunte.

Auch bei den Männern ging die Zweibrücker Springerschar leer aus. Daniel Clemens musste auf den Wettkampf verzichten, weil er erkältet war, Lukas Hallanzy sprang wie der Zweite, Lamin Krubally aus Landau, und der Dritte, Leo Lohre, 5,10 Meter. Das reichte deshalb nur zu Platz vier, weil er die 5,10 Meter erst im dritten Versuch nahm. Alle anderen Höhen hatte er im ersten Versuch überflogen und dabei eine gute Figur abgegeben. Nico Fremgen (4,50 m, 10.), Fahad Sadig (4,40 m, 14. ) und Jan Rio Krause (4,20 m, 17.) rundeten das Springerfeld ab, nur einer blieb ohne gültigen Versuch: Nicolas Dietz aus Bottenbach. Er „nullte“ bei der Anfangshöhe und war sehr enttäuscht, denn er wäre gerne mit einer ansprechenden Höhe zu den deutschen Jugendmeisterschaften am Wochenende nach Neubrandenburg gefahren. In der U18 übersprang Lars Voigt 4,00 Meter und wurde Fünfter, Julius Ferber kam mit 3,70 Meter auf Platz acht.

Alle LAZler starteten im Stabhochsprung, bis auf eine: Sina Mayer. Die Sprinterin aus Schönenberg-Kübelberg lief 7,68 im Vor- und 7,70 Sekunden im Zwischenlauf, verzichtete aber auf die Finalteilnahme. Zum einen war sie leicht erkältet, zum anderen machte sich eine Schleimbeutelentzündung im Knie schmerzhaft bemerkbar. „Das machte keinen Sinn, sie hatte schon im Vorlauf Probleme“, erläuterte Trainer Karl-Heinz Werle.

Zugehörige Wettkämpfe

Datum Name Ort
14.–15.02.2015 Deutsche Jugend‐Hallenmeisterschaften 2015 Neubrandenburg (Deutschland)
07.–08.02.2015 Süddeutsche Hallenmeisterschaften 2015 Karlsruhe (Deutschland)
14.–15.02.2009 Deutsche Jugend-Hallen- u. Winterwurfmeisterschaften 2009 Neubrandenburg (Deutschland)
16.–17.02.2008 Deutsche Jugend-Hallen- u. Winterwurfmeisterschaften 2008 Düsseldorf (Deutschland)