LAZ-Stabhochspringer Daniel Clemens und Michaela Donie bei der U 20-WM in Brixen am Start

Daniel Clemens und Michaela Donie schicken sich an, die Geschichte der erfolgreichen Stabhochspringer des LAZ Zweibrücken fortzuschreiben. Ab heute treten sie bei der U 20-WM in Brixen an.

Zweibrücken/Brixen. Vor ihrer größten sportlichen Herausforderung stehen die beiden Stabhochspringer des Leichtathletikzentrums (LAZ) Zweibrücken, Daniel Clemens und Michaela Donie. Die beiden treten ab heute bei der U 20-Weltmeisterschaft in Brixen an.

Bereits am vergangenen Samstag sind die beiden Zweibrücker Stabhochsprung-Talente mit der Bundestrainerin Christine Adams abgereist, um sich gezielt in Italien vorzubereiten. Adams ist in Zweibrücken eine gute Bekannte, hat sie doch wiederholt während ihrer Aktivenlaufbahn für Bayer Leverkusen am Stabhochsprung- Meeting in der Westpfalzhalle teilgenommen.

Für Michaela Donie wird es bereits heute ernst, denn ab zehn Uhr beginnt die Qualifikation. Die 16-jährige Mauschbacherin hat bereits ihre schulische Hürde mit der Mittleren Reife an der Albert- Schweitzer-Schule in Ernstweiler genommen, nun soll heute die sportliche gegen ernsthafte Konkurrenz folgen. „Mit ihrer Bestleistung von 3,90 Metern hat die LAZ-Stabhochspringerin beste Chancen, sich für den Endkampf zu qualifizieren“, erklärt LAZ-Trainer Helmut Kruber. Beim letzten Test vor der WM habe Michaela Donie „einen ausgezeichneten Eindruck“ hinterlassen, resümiert der LAZ-Trainer. Allerdings warnt er davor, daraus irgendwelche Rückschlüsse auf Ergebnisse zu ziehen. „Michaela ist noch nie bei einem so großen Wettbewerb gestartet. Da spielen die Nerven eine große Rolle.“

„Mein Minimalziel ist die Qualifikation fürs Finale am Samstag ab 15 Uhr“, erklärte die Schülerin, die an der BBS Zweibrücken ihr Fachabitur ab dem neuen Schuljahr anstrebt. Ob es bis ganz in die Spitze reicht, ist fraglich, denn annähernd zehn Springerinnen treten mit einer Bestleistung zwischen 4,00 und 4,20 Meter an. Das ist nicht verwunderlich, gehört doch Michaela Donie, die von Andrei Tivontchik trainiert wird, als 15- Jährige noch dem ersten B-Jugend- Jahrgang an.

Besser sehen die Chancen für Daniel Clemens aus, der am Freitag seine Qualifikation ab 16 Uhr bestreitet, sich einen Platz auf dem Treppchen zu sichern. Denn mit seiner Bestleistung von 5,35 Metern führt der 17-jährige Schüler des Helmholtz- Gymnasiums das Feld der weltbesten Nachwuchsspringer an. Aber sein Trainer Helmut Kruber tritt gewaltig auf die Euphoriebremse. „Für Daniel gilt das Gleiche wie für Michaela. Er muss mit der nervlichen Belastung klarkommen.“ Eine gewisse Wettkampfhärte hat Daniel in dieser Saison schon bewiesen, denn bei der Junioren-Gala in Mannheim hatte er sich Mitte Juni auf 5,35 Meter gesteigert. Ab diesem Zeitpunkt hat Helmut Kruber seinem Schützling eine Wettkampfpause gegönnt, um sich gezielt im Training auf die WM vorbereiten. Gleichzeitig griff Kruber in die psychologische Trickkiste: „Ich wollte, dass Daniel mit einem positiven Erlebnis in Brixen startet.“

Stabhochspringer Daniel Clemens und Michaela Donie
Premiere für die beiden Stabhochspringer des LAZ Zweibrücken, Daniel Clemens und Michael Donie, ab heute bei der U 20-Weltmeisterschaft im Nationaltrikot. Foto: Verein/Kruber