Vor knapp einem Jahr hat Daniel Clemens seinen letzten Wettkampf bestritten. Nach einer schweren Fußverletzung greift der Stabhochspringer des LAZ Zweibrücken nun wieder an. Am Samstag steigt er in die Sommersaison ein.

Zweibrücken. Einen neuen Anlauf nimmt Daniel Clemens nach seiner knapp einjährigen Verletzungspause. Der Stabhochspringer des LAZ Zweibrücken kehrt zurück auf die Wettkampfbühne. Den Winter hat der 25-Jährige nach seiner Reha genutzt, um sich nach seinem dreifachen Bänderabriss, einem freien Gelenkkörper und Knorpelschaden im Fuß bestmöglich auf die Sommersaison vorzubereiten. „Noch bin ich sicher nicht bei 100 Prozent, es ist noch nicht alles so, wie es sein sollte“, erklärt Clemens vor dem Saisoneinstieg an diesem Samstag beim Sound-Track-Meeting in Tübingen. Doch die Vorfreude auf den ersten Wettkampf seit seinem Landesmeistertitel Ende Mai vergangenen Jahres sei dennoch groß.

Vor dem vereinseigenen Himmelsstürmer-Cup hatte sich der Zweibrücker damals im Training verletzt, wurde operiert und ist seither bei Wettkämpfen zum Zuschauen verdammt. Und muss in den Einheiten mit Coach Andrei Tivontchik heftig schuften, um wieder zu seiner alten Form zurückzufinden. Im Trainingslager von Mitte März bis Anfang April in Südafrika hätten Clemens die guten Bedingungen „ungemein geholfen“. Doch auch die restliche Vorbereitung verlief bislang ohne Probleme. Der Fuß hält den meisten Belastungen stand. „Ich kann ihn noch nicht voll belasten, aber ich bin nah dran“, erklärt Clemens, dass auch die Kraftwerte in seinem rechten Fuß keinen Unterschied zu vorher aufweisen. Allerdings fehle es noch an der Routine bei den Sprüngen. „Die Automatismen sind noch nicht wieder da, man kann leider nicht einfach den Schalter umlegen und findet sich dort wieder, wo man vor der Verletzung war“, verweist der Stabhochspringer auf die Komplexität der Sportart.

Obwohl Daniel Clemens noch nicht einschätzen kann, wo er nach der Verletzung höhenmäßig steht, setzt er sich die Teilnahme an den deutschen Meisterschaften zum Ziel. „Die Qualihöhe ( 5,30m, Anm. d. Red. ) will ich natürlich springen und dann auch in Erfurt dabei sein“, betont der LAZ-Athlet. Druck machen will sich Clemens nach der Verletzung aber möglichst wenig: „Ich will einfach wieder springen und hoffe, dass mein Fuß hält.“

Nach dem Saisonauftakt in Tübingen folgt donnerstags darauf der Start bei den deutschen Hochschulmeisterschaften in Kassel sowie sonntags der Wettkampf in Rechberghausen. An Pfingstmontag schwingt sich der Zweibrücker in Rehlingen in die Lüfte, am Samstag, 10. Juni, soll es dann nach der Zwangspause im vergangenen Jahr auch beim Himmelsstürmer-Cup wieder hoch hinausgehen.

Am kommenden Wochenende stehen für die Leichtathleten auch die Pfalzmeisterschaften in Bad Bergzabern auf dem Programm. Samstags kämpfen die Aktiven sowie die U18 und U14 um die Titel, sonntags sind die U16 und U20 am Start. Um Bestzeiten, -weiten und -höhen kämpfen dann auch zahlreiche Sportler aus Zweibrücken. Unter anderem die beiden LAZ-Sprinter Sina Mayer und Jonas Klein sowie die Stabhochspringer Nicolas Dietz und Nico Fremgen.