LAZ-Stabhochspringer Natasha Benner und Daniel Clemens beim Dreiländerkampf

Bei ihrem Länderkampf-Debüt überzeugten die LAZ-Stabhochspringer Natasha Benner und Daniel Clemens. In Metz schafften sie im Nationaltrikot den Sprung aufs Treppchen. In der Sommersaison streben sie die Qualifikation für die U 20-EM und die U 18-WM an.

Zweibrücken. Eifrige Punktesammler waren beim Dreiländerkampf der A-Jugend in Metz der Stabhochsprung-Nachwuchs des Leichtathletikzentrums (LAZ) Zweibrücken Natasha Benner (Foto: pma) und Daniel Clemens (wir berichteten). Deutschland gewann mit 110 Zählern vor Frankreich (70) und Italien (58).

Natasha Benner
Natasha Benner

Ihre Überlegenheit demonstrierte die Deutsche Jugendmeisterin aus Zweibrücken auch gegen die Konkurrentinnen aus Frankreich und Italien und siegte souverän mit 4,15 Metern vor ihrer Mannschaftskameradin Annika Roloff (4,05 m) und Jade Vigneron (3,95). Allerdings haderte die 19-jährige Abiturientin am Hofenfels-Gymnasium, dass es ihr nicht gelungen war, in ihrem letzten A-Jugend-Hallenwettbewerb den Deutschen Jugendrekord von Floe Kühnert mit 4,31 aus dem Jahre 2005 zu brechen. „Vielleicht wollte sie zu viel. Denn sie wirkte nicht so spritzig“, erkannte LAZ-Trainer Helmut Kruber.

Bei 3,90 Meter war Natasha in den Wettbewerb eingestiegen. Zittern musste sie dagegen bei 4,10 Meter, die sie erst im dritten Versuch überquerte. Die Siegeshöhe von 4,15 Metern meisterte sie wiederum auf Anhieb, ehe sie an ihrer persönlichen Bestleistung von 4,25 Metern (4,22 m) scheiterte.

Nun konzentriert sich Natasha Benner auf ihre mündliche Abiturprüfung Mitte März in Geschichte, ehe sie wieder voll ins Training einsteigt. Erklärtes Ziel der WM-Siebten von 2008 in Bydgoszcz ist die Teilnahme an der U 20-Europameisterschaft in Slowenien.

„Ich bin mit einem Debüt als Dritter im Nationaltrikot zufrieden“, erklärte Daniel Clemens. Verständlich: Der 16-jährige Schüler der elften Klasse des Hofenfels-Gymnasiums stellte im dritten Wettkampf in Serie seine Bestleistung von 5,00 Meter ein, die vor der Hallensaison noch auf 4,80 Meter gestanden hatte. Er wurde lediglich vom Franzosen Adrien Martin und seinem Mannschaftskameraden Leo Lohe, die beiden 5,15 Meter sprangen, geschlagen. Zufrieden mit seinem Schützling war auch LAZ-Trainer Helmut Kruber, der allerdings noch „erhebliches Potenzial“ bei dem Mörsbacher sieht, wenn er seine Griffhöhe an den Stäben noch verändert.

Kruber hat Daniel, der bei einem Sichtungstraining von der damaligen Übungsleiterin Elena Schromm in der Albert-Schweitzer-Schule entdeckt worden war, vor rund fünf Jahren als Schüler B mit 2,80 Meter übernommen. „Bei uns beiden stimmt die Chemie“, macht er die kontinuierliche Leistungssteigerung des Silbermedaillengewinners bei der Deutschen Jugendmeisterschaft fest, der noch zwei Jahre bei der A-Jugend springen kann.

Der Schüler, der die Leistungsfächer Mathematik, Deutsch und Sport belegt hat, war bei 4,60 Meter eingestiegen war, überquerte die 4,80 Meter im zweiten Versuch. Nervenstärke bewies er als er sowohl die 4,90 als auch die 5,00 Meter erst im dritten Versuch meisterte. „Dann habe ich mich erfolglos an den 5,10 Metern versucht“, gibt er selbstkritisch zu.

Nun legt Daniel Clemens eine rund 14-tägige regenerative Trainingspause ein, um sich dann vielleicht im Sommer „einen Traum“ zu erfüllen. Das wäre ein Start bei der U 18-WM in Brixen vom 8. bis 12. Juli. „Die Voraussetzungen sind gegeben“, macht Helmut Kruber seinem „trainingsfleißigen“ Schützling Mut.

Stabhochspringer Daniel Clemens
Daniel Clemens stellte beim A-Jugend-Länderkampf in Metz zum dritten Mal in Folge bei einem Wettkampf seine Bestleistung von 5,00 Metern ein. Foto: pma/Hensel