LAZ-Athleten Natasha Benner und Till Wöschler wollen sich für die U 20-EM qualifizieren

Das LAZ Zweibrücken hat beim Nachwuchs fünf Eisen im Feuer. Michaela Donie und Daniel Clemens sind bereits für die U 18-WM nominiert und Natasha Benner, Raphael Holzdeppe sowie Till Wöschler haben bei der Junioren-DM die Chance, sich am Wochenende für die U 20-EM zu qualifizieren.

Natasha Benner
Natasha Benner
Till Wöschler
Till Wöschler

Zweibrücken. Die Stabhochspringerin des Leichtathletikzentrums (LAZ) Zweibrücken, Michaela Donie, kann sich beruhigt vor den Deutschen Junioren-Meisterschaften am Wochenende in Göttingen zurücklehnen. Denn sie ist bereits wie ihr Vereinskollege Daniel Clemens für die U 18-WM vom 8. bis 12. Juli im italienischen Brixen vom DLV nominiert worden (wir berichteten). Die Tür zur U 20-EM vom 23. bis 26. Juli im serbischen Novisad haben Stabhochspringerin Natasha Benner (4,25 m) und Speerwerfer Till Wöschler (Fotos: pma) mit ihren Siegen und Bestleistungen bei der Junioren-Gala in Mannheim von 4,25 Metern und 73,64 Metern bereits weit aufgestoßen. Doch müssen sie in Göttingen ihre Leistungen noch einmal bestätigen. Mit im Boot ist auch Raphael Holzdeppe, der aber die WM-Teilnahme favorisiert.

Natasha Benner hat ihre Bestleistung nach einem holprigen Saisonstart um drei Zentimeter auf 4,25 Meter in Mannheim gesteigert. Dennoch zeigt sich die ehrgeizige 19-Jährige noch nicht zufrieden. „Ich könnte noch höher springen“ argumentiert sie. Doch in den Wettkämpfen ist sie, wie auch ihr Heim- und Bundestrainer Andrei Tivontchik erkannt hat, noch zu verkrampft. „Ich will auf jeden Fall zur U 20-EM“, bekennt die Führende in ihrer Altersklasse. Allerdings muss sich an diesem Samstag ab 14 Uhr auf einen langen Wettkampf einstellen. Unter den 23 Teilnehmerinnen sind auch ihre Vereinskameradinnen, die 16-jährige Michaela Donie und Carolin Günther. Donie, frischgebackene Rheinland-Pfalz-Meisterin, kommt mit der Empfehlung ihrer neuen Bestleistung von 3,92 Metern und Günter hat 3,80 Meter stehen.

„Ich will meine bisherigen Höhen bestätigen“, gibt sich Michaela Donie selbstbewusst, wenngleich sie augenblicklich dabei ist, mit ihrem Trainer noch einige kleine technische Ungereimtheiten auszumerzen. Allerdings freut sie sich schon auf die EM als Höhepunkt und ihren ersten Einsatz im DLV-Trikot. „Das Trikot wird mir noch zugeschickt.“

Trainer Helmut Kruber gönnt seinem Schützling Daniel Clemens nach den Rheinland-Pfalz-Meisterschaften auch in Göttingen eine Wettkampfpause. „Wir trainieren normal und bereiten uns in aller Ruhe auf die EM vor“, lautet die Krubersche Philosophie.

Ganz anders die Situation bei Raphael Holzdeppe. Er braucht die Wettkämpfe nach seinem verletzungsbedingten späten Einstieg in die WM-Saison. Als klarer Favorit startet er in Göttingen, nachdem er sich am Mittwoch beim Meeting in Biberach auf 5,60 Meter gesteigert hat. Doch die EM in Serbien ist für die Olympia-Achten nicht das „erklärte Saisonziel“, sondern die WM (15. bis 23. August) in Berlin. Allerdings läuft der 19-Jährige nach vier Wettkämpfen noch der WM-Quali (5,70 m) hinterher. Doch mit der EM hat der Zweibrücker noch ein Hintertürchen offen. Abgerechnet wird erst bei der DM am 4./5. Juli in Ulm.

Wohl plagten Till Wöschler im Training „leichte Adduktorenprobleme“, wie sein Trainer Matthias Brockelt erklärte. „Da Till bereits sechs Mal die EM-Quali von 68,50 Metern übertroffen hat, ist er zu 98 Prozent gesetzt“ (Brockelt). Das habe ihm Bundestrainer Ralf Wollbrück zugesagt.

Stabhochspringer Raphael Holzdeppe
Aufsteigende Form zeigt Stabhochspringer Raphael Holzdeppe. Nun versucht der Olympia-Achte bei der Junioren-DM in Göttingen die WM-Norm für Berlin von 5,70 Meter zu knacken. Foto: dpa