Dessau. Für Stabhochspringer Raphael Holzdeppe vom LAZ Zweibrücken war das Meeting in Dessau eine Enttäuschung. Dem Vize-Weltmeister von 2015 gelang auf der Jagd nach der Norm-Höhe von 5,70 Metern kein gültiger Versuch. Böiger Wind hatte den Wettkampf zu einer Lotterie gemacht, für Holzdeppe war bereits nach seiner Einstiegshöhe von 5,35 Metern Schluss. „Scheiße!! Dreimal Anfangshöhe gerissen. Leider zu viel Wind und keine Chance auf Springen. Sogar Kampfrichter mussten Latte beim Anlauf fixieren“, teilte Holzdeppe nach dem Wettkampf über den Kurznachrichtendienst Twitter mit. Vor einer Woche beim Zweibrücker Himmelsstürmer-Cup hatte der LAZ-Athlet auch einen „Salto nullo“ hingelegt.

In Dessau gab es am Freitag einen Favoritensieg. Hallen-Europameister Piotr Lisek aus Polen überwand als Einziger die 5,70 Meter. Dagegen wurde auch Holzdeppes nationale Konkurrenz im Kampf um die WM-Norm vom Wind ausgebremst. Tobias Scherbarth (TSV Bayer 04 Leverkusen) erreichte mit 5,50 Metern gemeinsam mit dem Tschechen Michael Balner Platz zwei, verpasste aber ebenfalls die Qualifikation für London. Der Sindelfinger Florian Gaul musste sich mit 5,00 Metern begnügen, während Malte Mohr (Wattenscheid) wie Raphael Holzdeppe ohne gültigen Versuch blieb.