Zweibrücken. Der Verletzungsfluch nimmt kein Ende beim LAZ Zweibrücken. Nach der längeren Pause von Stabhochspringer Raphael Holzdeppe müssen nun Sprinterin Sina Mayer und Stabhochspringerin Anna Felzmann vorzeitig die Saison beenden. Bereits vor ein paar Wochen hat für Felzmanns Freund und Disziplinenkollege Daniel Clemens wegen eines mehrfachen Bänderrisses und Knorpelschadens im Fuß eine längere Pause begonnen (wir berichteten).

Sina Mayer hatte sich bereits vor der DM im Juni in Kassel mit Fußschmerzen geplagt. Nach der Meisterschaft wollte sie diese auskurieren, um Ende Juli bei der U23-DM wieder angreifen zu können. "Daraus wird aber nichts“, erklärt die 21-Jährige, die so gut drauf war zu Saisonbeginn, ihre Bestmarke über die 100 Meter auf 11,51 Sekunden steigerte. Ein Knochenmarks-Ödem am Kahnbein macht weitere Wettkämpfe unmöglich. Bis vor ein paar Tagen sei sie noch mit Gehstützen unterwegs gewesen, um den Fuß komplett zu entlasten. "Es bringt absolut nichts, jetzt schon wieder anzufangen, um dann gleich wieder pausieren zu müssen.“ So geht es für die Sprinterin, gemeinsam mit LAZlerin Hanna Luxenburger, mit der Sportjugend am 1. August noch zum Jugendlager der Olympischen Spiele nach Rio, "erst danach fange ich wieder mit dem Training an“, erklärt sie.

Auch Felzmann steht nun erst einmal eine Zwangspause bevor. "Ein Knochenmarks-Ödem und eine Entzündung der Sehne zwingen mich dazu“, schreibt die 24-Jährige. Nachdem die Zweibrückerin in der Saisonvorbereitung zu kämpfen hatte, fühlte sie sich in diesem Jahr eigentlich gut in Form. Im Trainingslager im April feilte sie mit Trainer Alexander Gakstädter an technischen Feinheiten. Felzmann tat sich zunächst schwer. "Zwei Wochen lang bin ich einfach nur durchgelaufen.“ Erst Mitte Mai habe es sich wieder so angefühlt, als würde sie Stabhochspringen. Ihre Schnelligkeits- und Kraftwerte seien aber so gut gewesen wie nie. Nun wird es schwer, diese gute Form zu konservieren. "Jetzt gilt es, die Verletzung auszukurieren, sodass man im Winter wieder ordentliche Höhen angreifen kann“, sagt Felzmann.