Luzern. Erleichterung machte sich breit bei Speerwerferin Christin Hussong vom LAZ Zweibrücken – sie kann’s noch. Weit werfen nämlich: Am Dienstagabend gewann die Herschbergerin das internationale Meeting in Luzern mit neuer Saisonbestleistung von 64,18 Metern (wir berichteten kurz).

Der letzte Wurf in der Schweiz beruhigte die DM-Silbermedaillen-Gewinnerin nachhaltig. „Endlich konnte ich im Wettkampf mal umsetzen, was ich mir in der guten Vorbereitung und im Training erarbeitet habe“, sagt die 23-Jährige zufrieden, die in der Nacht erst um 2.30 Uhr nach Hause kam. Mit der Leistung schob sich Hussong auf Platz eins der deutschen Bestenliste und auf Rang elf weltweit. „Schon das Einwerfen war super. Am Anfang des Wettkampfs hat es dann aber ziemlich geregnet“, erklärt sie ihre ersten drei Versuche auf 58,81, 60,27 und 59,71 Meter. „Aber der Männer-Bundestrainer Boris Obergföll und mein Papa haben gemeint, dass es gut so ist. Vor dem letztenWurf haben sie mir noch mal genau gesagt, was ich machen soll.“

In den, „meinen letzten Wurf vor der Weltmeisterschaft“, habe sie alles reingelegt – mit Erfolg. „Das beruhigt und macht ein bisschen selbstbewusster“, meint sie. Gestern wurde sie – wie Raphael Holzdeppe – für die WM in London (5. bis 13. August) nominiert. „Ich glaube, dass alles seinen bestimmten Grund hat“, sagt sie dazu, dass die DM eine Woche zuvor weitentechnisch eher enttäuschend war. Bei einer Hammerweite – Johannes Vetters neuem deutschen Rekord auf 94,44 Meter – war sie noch Zuschauerin. „Brutal, das war schon nicht so schlecht“, sagt sie lachend. Ende nächsterWoche folgt das WM-Trainingslager der Deutschen in Kienbaum, danach noch eine Woche Training zu Hause. Dann geht’s nach London.

Zugehörige Wettkämpfe

Datum Name Ort
11.07.2017 Spitzen Leichtathletik Luzern 2017 Luzern (Schweiz)