Athleten des LAZ Zweibrücken rücken an die Spitze der DLV-Bestenlisten vor

Die Kaderathleten des LAZ Zweibrücken haben am Pfingstwochenende ausgezeichnete Leistungen geboten. Hürdensprinter Jens Werrmann, Speerwerfer Till Wöschler und Stabhochspringer Daniel Clemens haben sich an die Spitze der deutschen Bestenlisten gesetzt.

Zweibrücken. In ausgezeichneter Form präsentieren sich Hürdenläufer Jens Werrmann, Speerwerfer Till Wöschler (Fotos: pma) und Stabhochspringer Daniel Clemens vom Leichtathletikzentrum (LAZ) Zweibrücken in den ersten Wettkämpfen zu Beginn der Sommersaison. Höhepunkt bei den Aktiven ist die Europameisterschaft Ende Juli in Barcelona und die U 20-WM im kanadischen Moncton vom 19. bis 25. Juli.

„Mein Saisonziel ist die EM in Barcelona.“

Jens Werrmann,
LAZ-Hürdensprinter

Jens Werrmann
Jens Werrmann

Seine erstaunliche Frühform bestätigte der EM-Sechste von Göteborg, Jens Werrmann, bei der Kurpfalz-Gala am Samstag in Weinheim. Der DM-Vierte des vergangenen Jahres stellte in seinem ersten Hürdenrennen bereits seine persönliche Bestzeit von 13,51 Sekunden ein und unterbot dabei gleichzeitig die Norm des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) für die EM, die bei 13,60 Sekunden steht (wir berichteten). Damit führt er auch die DLV-Bestenliste an, da noch kein weiterer deutscher Spitzenläufer des LAC Leipzig die Norm geknackt hat. Auch im Endlauf blieb er als Sieger in 13,56 Sekunden erneut unter der Norm. Doch will der Waldgrehweiler die Norm nicht allzu hochhängen. Wichtig erscheint ihm, dass er bei den deutschen Meisterschaften unter die ersten Drei kommt. Denn das erklärte Saisonziel des Bundespolizisten ist die EM-Teilnahme. Das „gezielte Techniktraining unter dem Bundestrainer und die geballte Konkurrenz in den Trainingseinheiten in Leipzig“ sind für ihn das Erfolgsrezept. Aber auch die Trainingslager zu Beginn des Jahres in Südafrika und in Kalifornien haben ihre Wirkung nicht verfehlt.

Über welche läuferischen Fähigkeiten der 25-Jährige, der beim LAZ von Karl-Heinz Werle und in Leipzig von Bundestrainer Idriss Gonschinska trainiert wird, verfügt, hatte er bei einem 200-Meter-Sprintrennen gezeigt, als er in persönlicher Bestzeit von guten 21,30 Sekunden gestoppt wurde.

Till Wöschler
Till Wöschler

Seine Spitzenposition bei den Junioren im DLV-Ranking hat am Samstag auch Till Wöschler ausgebaut. Bei einem Werfer-Meeting in Saarbrücken, das von Bundestrainer Boris Henry organisiert worden war, steigerte er seine bisherige Bestleistung von 76,39 Metern um über zwei Meter auf 78,64 Metern (wir berichteten). Damit blieb er nur drei Zentimeter unter dem deutschen Rekord von Matthias de Zordo (SV schlau.com Saar 05). Mit dieser Leistung hätte der Zweibrücker im Männerwettbewerb den dritten Platz belegt. Damit hat der 18-jährige Abiturient in den drei Wettkämpfen in Pirmasens, Halle und Saarbrücken, wobei die letzten zwei als Qualifikationswettkämpfe für die U 20-WM gelten, sich von 74,71 Metern aus dem Vorjahr fast um vier Meter verbessert. Wöschler-Trainer Matthias Brockelt war begeistert: „Das war der beste Wettkampf, den bisher ein Junior in der Welt absolviert hat.“ Als Belohnung winkt im Herbst die Aufnahme in den B-Kader. Überragender Athlet beim Schwarzwaldcup war Daniel Clemens. Im A-Jugend-Wettbewerb übersprang der deutsche Hallenmeister als Sieger 5,32 Meter. Damit übertraf der 17-jährige Gymnasiast nicht nur die U 20-WM-Norm um 22 Zentimeter, sondern setzte sich auch in der DLV-Bestenliste an die Spitze. Zu überzeugen wusste auch Neuling Johanna Felzmann (W 13), die bei ihrem ersten Wettkampf prompt 2,72 Meter übersprang. Erste Plätze sicherten sich zudem die Stabhochspringerin Lea Faltermann (W 11) mit 2,12 Metern, Franziska Kappes (Jugend B) mit 3,62 Metern, Julius Ferber (M 12/2,32 m), Dennis Semke (M 15), der mit 3,72 Metern so hoch wie noch nie sprang, und Jan Rio Krause (Jugend B/4,52 m). Gemeinsam den zweiten Platz belegten Lisa Eckert und Anne Pfeiffer (W 14) mit 2,42 Metern. Dritte wurde Lisa Remm (W 13/2,22). Nicht mit dem böigen Wind im Rehlinger Stadion kamen die Stabhochspringer Kristina Gadschiew und Raphael Holzdeppe am Montagnachmittag nicht zurecht. Beide waren bereits an ihrer Anfangshöhe gescheitert.

Stabhochspringer Daniel Clemens in Oberhaugstett 2010
Daniel Clemens katapultierte sich auf 5,32 Meter und übertraf die U 20-WM-Norm. Foto: Kruber