Stabhochspringerin des LAZ Zweibrücken wird Zweite bei Junioren-DM

Der Stabhochsprung-Nachwuchs des LAZ Zweibrücken ist immer für eine Medaille gut. Am Samstag sprang Natasha Benner mit 4,10 Meter bei den deutschen Juniorenmeisterschaften als Zweite auf Siegerpodest.

Recklinghausen/Zweibrücken.
„Mit der Platzierung, aber keineswegs mit der Höhe bin ich zufrieden“, krächzte gestern Mittag Natasha Benner beim Gespräch mit dem Pfälzischen Merkur ins Telefon. „Das kommt keineswegs vom Feiern, sondern ich habe mir eine leichte Erkältung zugezogen“, beschwichtigte die 18-jährige Stabhochspringerin des Leichathletikzentrums (LAZ) Zweibrücken, die sich am Samstagnachmittag bei den Deutschen Juniorenmeisterschaften die Silbermedaille mit übersprungenen 4,10 Meter gesichert hatte. Dabei musste sich die Siebte der U20-WM von Bydgoczsz und Deutsche Vizemeisterin bei der A-Jugend lediglich Denise von Eynatten von der LG Leinfelden-Echterdingen geschlagen geben, die 4,25 Meter schaffte. Mit einem enttäuschenden sechsten Rang musste sich Natashas Vereinskameradin, die Deutsche Jugendmeisterin Ann-Katrin Schwarz, zufrieden geben, die 4,00 Meter meisterte und einen rabenschwarzen Tag erwischt hatte.

Nachdem die Olympia-Teilnehmerin Silke Spiegelburg (Bayer Leverkusen) kurzfristig auf einen Start verzichtet hatte, rechnete sich Natasha Benner, deren Bestleistung bei 4,20 Meter steht, durchaus Chancen auf den Titel aus. Bei 3,90 Meter war sie in den Wettkampf eingestiegen. Nachdem sie diese Höhe im zweiten Versuch übersprungen hatte, lief es für die Zweibrückerin wie am Schnürchen. Die folgenden Höhen 4,00 beziehungsweise 4,10 Meter überwand sie auf Anhieb. Für Natasha war dies gleichzeitig das Ergebnis der bisherigen Saison, die ihr „so viel Spaß“ bereitet hat. Auch in der Folge „habe ich mich gut gefühlt, und nachdem die weiteren Konkurrentinnen die 4,15 Meter ausgelassen hatten, wollte die Gymnasiastin die Konkurrenz unter Zugzwang setzen. Doch der Schuss ging nach hinten los. Obwohl sie die 4,10 Meter noch „hoch“ überwunden hatte, scheiterte sie drei Mal an der neuen Höhe, wobei sie ihre Erkältung nicht als Entschuldigung gelten lassen wollte. Aufgrund der geringeren Fehlversuche errang sie aber die Silbermedaille vor den höhengleichen Martina Schultze (Filstal) und Christina Michel (Mainz).

„Mehr als Rang sechs hatte ich mir schon ausgerechnet“, gab Ann-Katrin Schwarz zerknirscht zu verstehen. „Der Wettkampf ist einfach blöd für mich gelaufen“, bekannte die Rieschweilerin. „Bei der Anfangshöhe von 4,00 Meter ist irgendwas im Kreuz passiert.“ Anschließend war ihre Rückenmuskulatur derart blockiert, sodass sie erst im dritten Versuch die Höhe überwand. „Es war einfach nicht mein Tag“, bilanzierte die 19-Jährige.

Mehr als Rang acht hatte sich auch LAZ-Trainer Matthias Brockelt von Speerwerferin Janine Vieweg, der Schwester des Olympia-Teilnehmers Alexander, mit 43,21 Meter ausgerechnet. „Doch derzeit trifft sie nicht“, erklärt Brockelt, zumal sich die 18-Jährige auch mit Rückenproblemen herumplagt. Während Bernhard Brenner im Stabhochsprung mit 4,90 Meter den achten Platz belegte, scheiterte Daniel Martinez an seiner Anfangshöhe.