Stabhochspringerin Michaela Donie vom LAZ Zweibrücken fliegt heute zur Jugend-Olympiade nach Singapur

Am Samstag starten die Olympischen Jugendspiele in Singapur, die bis zum 26. August dauern. Stabhochspringerin Michaela Donie vom LAZ Zweibrücken ist eine von nur 70 deutschen Teilnehmern.

Zweibrücken. Michaela Donie vom LAZ Zweibrücken hebt ab. Nicht nur mit dem Stab. Heute um 12.25 Uhr hebt das Flugzeug in Frankfurt ab, das die Stabhochspringerin gemeinsam mit weiteren Sportlern und ihren Betreuern zu den Olympischen Jugendspielen nach Singapur bringt. 70 junge deutsche Sportler nehmen daran teil. Donie ist eine von nur 16 Leichtathleten – eine große olympische Ehre.

„Die Spiele sind etwas Tolles, das man gern mitnimmt.“

Michaela Donie,
LAZ Zweibrücken

„Die Jugend-Olympiade ist auf jeden Fall etwas Besonderes für mich. Wenn man in die Saison geht, plant man ja nicht mit so etwas“, sagt die Mauschbacherin. „Das ist etwas richtig Tolles, das man gern mitnimmt.“ Bei einem Qualifikationsspringen Ende Mai in Moskau war sie als Viertplatzierte genau vier Meter gesprungen. Aufgrund dieser Leistung war sie später für Singapur nominiert worden. Dass es schwer wird, dort ganz vorn mitzuspringen, ist der 17-Jährigen bewusst. In diesem Jahr sind weltweit 13 Springerinnen in ihrer Altersklasse höher gekommen, eine erreichte die gleiche Höhe. Doch nicht alle werden in Singapur am Start sein, zum Beispiel die drei Deutschen, die schon höher sprangen als die LAZ-Athletin. Denn die europäischen Nachwuchstalente mussten sich in Moskau qualifizieren, es gab nur Quotenplätze für den Kontinent, nicht für einzelne Nationen. Michaela Donie erkämpfte sich einen der begehrten Plätze. Bei den wichtigen Wettkämpfen ist sie in der Regel immer vorn dabei. So zuletzt auch bei der Deutschen Jugendmeisterschaft am vergangenen Wochenende. War sie nur mit der viertbesten Leistung in den Wettkampf gegangen, kam sie mit Silber heraus. „Dann, wenn es unbedingt klappen muss, klappt es auch“, sagt die Schülerin. Darauf setzt sie auch in Singapur. „Das Finale ist das Ziel“, sagt die sonst eher zurückhaltende Sportlerin bestimmt. Das findet am Samstag, 21. August, statt. Doch zuvor muss sie am Dienstag, 17. August, um 9.30 Uhr in die Qualifikation. „Mit frühen Wettkämpfen habe ich zum Glück kein Problem“, sagt sie mit Verweis auf ihre Trainingskollegin Kristina Gadschiew, die bei Wettkämpfen am Vormittag nicht so richtig wach wird, und lacht. Mehr als die Uhrzeit macht ihr das Klima vor Ort sorgen. „Ich weiß schon, dass es da sehr schwül sein soll. Aber ich war noch nie in Südostasien, ich kann mir das nicht vorstellen.“ Über die Konkurrenz macht sie sich keine Gedanken, „damit will ich mich nicht befassen“. Betreut wird sie in Singapur von Christine Adams, früher selbst Stabhochspringerin. Eine weitere Bezugsperson wird Christin Hussong sein, die Speerwerferin des TV Thaleischweiler.

Eine neue Bestleistung erwartet Michaelas Trainer Andrei Tivontchik nicht von ihr. „Sie ist noch jung. Sie soll hinfliegen, Spaß haben, Land und Leute kennenlernen. Dazu ist solch eine Jugend-Olympiade da“, sagt er. Natürlich solle sie im Wettkampf zeigen, was sie könne. Doch will er die jungen Athleten nicht „verheizt“ wissen.

Michaela Donie hat die Qualifikation für das Finale fest im Blick
Die Qualifikation für das Finale hat Stabhochspringern Michaela Donie als Ziel fest im Blick. Doch die Olympischen Jugendspiele in Singapur stehen auch als Erlebnis an sich im Vordergrund. Foto: uo