Rom/Zweibrücken. Ihre ersten Diamond-League-Punkte hat Christin Hussong am Donnerstagabend gesammelt. Die Speerwerferin des LAZ Zweibrücken belegte in dem spannenden Wettkampf im italienischen Rom mit 61,21 Metern Rang drei hinter Sunette Viljoen (Südafrika, 61,95 m) und Madara Palameika (Lettland, 61,92 m). Von der Weite her "ging leider nicht mehr, der Wettkampf war total schwer“, beschreibt die 22-jährige Hussong, die in ihrem dritten Auftritt der Freiluftsaison erstmals unter der Olympianorm (62,00 m) blieb. Die Weiten der Konkurrentinnen zeigen aber, dass auch sie mit Problemen zu kämpfen hatten. Der erhoffte Ausreißer nach oben blieb für die LAZ-Athletin zwar aus, in dem engen Rennen der vier besten deutschen Speerwerferinnen um die drei Tickets für Rio hat die Herschbergerin aber keinesfalls an Boden verloren. Denn mit dem Bronzerang platzierte sie sich in Rom vor der Vierten Christina Obergföll (LG Offenburg, 59,98 m).

Weltmeisterin Katharina Molitor (Bayer Leverkusen) verpasste sogar den Endkampf und wurde mit 58,43 Metern Siebte und reihte sich damit einen Platz hinter Olympiasiegerin Barbora Spotakova (Tschechische Republik; 59,82 m) ein. "Jetzt heißt es die nächsten zwei Wochen fest zu trainieren, dass ich meinem Traum bei den Deutschen Meisterschaften (18./19. Juni in Kassel, Anm. d. Red. ) näher kommen kann“, zeigt sich Christin Hussong auf dem möglichen Weg Richtung Rio selbstbewusst.