Sport ist für viele nicht nur ein Lebenselixier, nein Sport ist für viele auch ein beliebtes Diskussionsthema. Neben der Politik dürfte der Sport zu den meist diskutierten Stammtischthemen gehören. Die Grundlagen sind dabei vielfältig, berühren je nach der Aktualität alle Sportarten. Dies zeigt unter anderem, welche Emotionen durch den Sport geweckt werden. Sei es als Zuschauer hautnah im Stadion oder als Beobachter am Fernsehschirm.

Welche Gefühle geweckt werden, das können selbst unbefangene Zuschauer beim Besuch der Spiele des Fußball-Zweitligisten 1. FC Kaiserslautern im Fritz-Walter-Stadion erfahren. Diese stimmungsgewaltige Kulisse lässt keinen kalt. Nicht umsonst können sich die „Roten Teufel“ auf ihr treues Publikum als sogenannten 13. Mann verlassen. Sie haben in der vergangenen Saison wieder verlorenes Terrain in der Zuschauergunst zurückgewonnen. Der Vorstandsvorsitzende Stefan Kuntz hat im Umfeld wertvolle Aufbau- und Überzeugungsarbeit geleistet.

Sicherlich ist für viele der Fußball scheinbar immer noch die Droge Nummer eins, ist die Wirtschaftskrise bisher ohne große Auswirkungen geblieben. Nicht anders sind die Zahlen bei den Dauerkartenverkäufen zu werten. Dabei sein ist für viele nach wie vor alles, hautnah seine Idole zu erleben. Andere wiederum brauchen nur die Diskussion an den Stammtischen, erleben die sogenannte dritte Halbzeit bei einem Bierchen. Versetzen sich angesichts des Gesehenen in der Rolle des Trainers, üben je nach Spielausgang Kritik oder befürworten die taktische Marschrichtung.

Ungeachtet aller Polarisierung werden aber auch die Probleme des Sports nicht verkannt. Vielfach wird die Leistung hinterfragt. Das gilt hauptsächlich in den Einzelsportarten. Zweifel werden angesichts der Ergebnisse vorgebracht. Sei es nun jüngst bei der Tour de France, bei der Dopinggerüchte ein Dauerbrenner sind. Aber auch die Schwimm-WM in Rom rief allerlei Kritiker auf den Plan. Doch wurden hier die herausragenden Leistungen mit einer Flut von Weltrekorden auf die neuartigen Ganzkörperanzüge zurückgeführt. In den Genuss dieser neuartigen Entwicklung kam auch der Schwimmer der Wassersportfreunde Zweibrücken Frank Schmidt, der bei den Polizei-Europameisterschaften in Spanien sich die Goldmedaille über 100 Meter Brust sicherte. Doch sind es nicht nur die technischen Erneuerungen, sie allein machen noch keinen Spitzenathleten aus. Denn vordergründig sind es Talent, Ehrgeiz und Trainingsfleiß über Jahre, die ausschlaggebend sind, um überhaupt den Sprung in die nationale Spitze zu schaffen. Bei den Wsf Zweibrücken sind dies Sebastian Lotze, Frank und Florian Schmidt, Neil und Till Pallmann. Aber auch der Nachwuchs um Marlene Hüther, die deutsche Jahrgangsbeste, drängt nach vorne. Bei all diesen Athleten kann haarklein der enorme Trainingsaufwand vor Ort verfolgt werden. Hier gilt die Hochachtung dem enormen zeitlichen wöchentlichen Aufwand.

Nicht anderes ergeht es den Leichtathleten des LAZ Zweibrücken, die den Durchbruch bis in die internationale Spitze geschafft haben. Im vergangenen Jahr war es Raphael Holzdeppe, der als zweifacher Junioren- Weltrekordler über den Gewinn der U-20-WM bis in den Endkampf bei den Olympischen Spielen in Peking vordrang. Als Achter krönte er seine herausragende Leistung.

In diesem Jahr durch eine hartnäckige Oberschenkelverletzung gehandicapt, hat den 19- Jährigen seine Vereinskameradin Kristina Gadschiew auf internationalem Parkett vertreten. Fünfte der Hallen-EM, Dritte der Universiade in Belgrad und Zehnte bei der WM lautet die Erfolgbilanz der Stabhochspringerin, die ihre Bestleistung auf 4,58 Meter unter Bundestrainer Andrei Tivontchik steigerte.

Diese Leistungen der Zweibrücker Athleten sind auch Thema an den Stammtischen. Mit Stolz wird darauf verwiesen, den einen oder anderen Athleten schon beim Training beobachtet zu haben oder persönlich zu kennen.

All dies macht den Sport lebendig bei all den negativen Auswüchsen oder Verdächtigungen. Sie können der Begeisterung nichts anhaben. Begeisterung, wie bei der Leichtathletik- WM in Berlin, lösen Leistungsschübe aus. Der Sport braucht Emotionen, denn davon profitieren die Athleten, die wiederum die Themen an den Stammtischen liefern. Ein schier unendlicher Kreislauf.