Über 250 Sportler aus 17 Sportarten zeichnete die Stadt Zweibrücken aus. Neben den sportlichen Erfolgen allein oder im Team haben die Sportler den Namen der Stadt regional, national und international bekannt gemacht.

Zweibrücken. „Sie sind alle Botschafter der Stadt. Auch wenn Sie es nicht immer aufs Treppchen geschafft haben“, gratulierte Oberbürgermeister Kurt Pirmann am Freitagabend allen rund 250 Sportlern bei der Sportlerehrung in der Aula des Hofenfels-Gymnasiums. Mit den Erfolgen hätten die Sportler den Namen der Stadt ins Land und sogar in die Welt getragen, fügte Bürgermeister Rolf Franzen hinzu. Das gelte vor allem für Raphael Holzdeppe, der zu seinen früheren Erfolgen in diesem Jahr die Silbermedaille im Stabhochsprung gewann. „In Anerkennung seiner hervorragenden sportlichen Leistung“ erhielt der 26-Jährige als Erster die neu geschaffene Ehrensportlerwürde. Der Vorsitzende des LAZ, Bernhard Brenner, nahm für den im Trainingslager befindlichen Athleten die Auszeichnung entgegen und überbrachte die Grüße des Stabhochsprung-Weltmeisters. Franzen betonte, dass sich alle Sportler angestrengt hätten. Die Erfolge kämen nicht von ungefähr. „Dahinter stecken Ehrgeiz und Fleiß“, sagte Franzen. Eigenschaften, die Menschen auch sonst weiterbrächten.

Der Bürgermeister dankte aber auch allen Menschen, die „im Stillen arbeiten“. Die ehrenamtlich Tätigen legten den Grundstein für den Erfolg der Sportler. Bei der Veranstaltung wurde Thomas Wolf mit der Großen Sportehrenmedaille für Verdienste ausgezeichnet. Von 1978 bis in diesen Sommer war Wolf in wechselnden Funktionen in der Vereinsführung der Wassersportfreunde engagiert – 18 Jahre als Vorsitzender. In der Zeit sei der Verein zu einem der leistungsstärksten der Stadt geworden, sagte Franzen. Nach dem Motto: Spitzensport auf der Basis eines soliden Breitensports.

Zudem sei er maßgeblich am Bau des Bootshauses beteiligt gewesen. Wolf freute sich über die Auszeichnung. Auch nach seinem Ausscheiden bliebe er dem Schwimmsport immer verbunden. So werde er auch weiter die Pressearbeit des Vereins betreuen. „Das macht immer noch viel Spaß.“ Gerne wurde er erleben, wenn Marlene Hüther, die die Große Sportehrenmedaille in Gold erhielt, bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio teilnehmen würde. Bei seinem Schlusswort kündigte der Vorsitzende des Stadtverbands für Sport, Marold Wosnitza, an, dass es im kommenden Jahr eine Ehrung der Ehrenamtler gebe. Franzen bedankte sich auch bei den Stadträten, die stets „ein offenes Ohr und so weit als möglich einen offenen Geldbeutel für den Sport“ hätten. Damit würden Voraussetzungen geschaffen, damit die Menschen ihren Sport betreiben zu können.

Nach den Worten des Bürgermeisters trügen die Sportvereine zu einem friedlichen Miteinander der Gesellschaft bei. „Die Vereine sind offen für alle Menschen. Der Sport spricht alle Sprachen.“ Oberbürgermeister Pirmann sagte, dass einige Vereine schon jetzt den Flüchtlingen, die auf Dauer hier bleiben wollen, den Weg öffnen, sich in der Gesellschaft zu integrieren. Dabei würden die Vereine die Flüchtlinge von „unseren Werten“ wie Freiheit, Demokratie, Meinungsfreiheit oder Gleichheit der Geschlechter überzeugen. Pirmann nutzte die Veranstaltung, um die Vereinsvertreter zu einem in den nächsten Tagen stattfindenden Treffen einzuladen. Dabei soll diskutiert werden, wie die Vereine, den in der Erstaufnahme befindlichen Flüchtlingen, etwas Abwechslung anbieten könnten. Als Beispiel nannte er die Freikartenaktion des SV 64 Zweibrücken.

Auf einen Blick

Ehrensportlerwürde: Die neu geschaffene höchste Auszeichnung für einen Sportler erhält Raphael Holzdeppe (LAZ), WM-Silber im Stabhochsprung.

Große Sportehrenmedaille in Gold: Jasmin Külbs (Judoclub), Sina Mayer und Christin Hussong (beide LAZ), Felix Drumm (Radsportclub), Felix Bartels, Finn Bartels und Marlene Hüther (Wassersportfreunde).

Große Sportehrenmedaille in Silber: Nicolas Dietz, Kristina Gadschiew, Daniel Clemens, Lea Faltermann, Fahad Sadig, Anna Felzmann, Gina Reuland (alle LAZ), Amelie Berger, Alexandra Deutgen, Nina Jäger, Elisa Burkholder, Anna Schlegel, Isabell Rubeck, Annalena Frank, Jana Fischer, Kristin Schnur, Maren Rixecker, Lara Schlicker, Rebekka Aldorf, Lara Scheuer, Vanessa Servello, Martin Schwarzwald (alle SV 64), Erik Bischof, Andreas Nickenig, Ingeborg Franke (alle VTZ-Leichtathletik), Oliver Spurzem (Wassersportfreunde), Francesco Daniele (Pétanque Zweibrücken).

Große Sportehrenmedaille in Bronze: Marco Müller (Judoclub), Natasha Montgomery, Alexander Jung, Salome Schlemer, Lee Wegener (alle LAZ), Barbara Köhler, Jürgen Köhler (beide PSG Voltigieren), Jerome Müller, Björn Zintel (beide SV 64), Vanessa Dehaut, Jean-Marc Emser, Nick Werner, Melissa Kohlmannslehner (alle Wassersportfreunde).

Sportehrennadel in Silber: Anne Meister, Kim Grunde, Emma Meister, Jill Grunder, Rahel Schneider, Joshua Hugo, Erik Bischof, Aaron Bentz, Maximilian Jung (alle Helmholtz-Gymnasium Geräteturnen).

Sportehrennadel in Bronze: Fabian Morsch, Jonas Klein, Simon Kauf, Nils Voigt, Christoph Agne, Nils Crauser, Nico Fremgen, Lucas Omlor, Benedikt Berz, Nils Wöschler, Fahad Sadig, Marc Brünisholz, Michael Dorda, Christoph Haberer (alle Hofenfels-Gymnasium Leichtathletik), Leonie Frantzen, Isabelle Schütt, Jasmin Knapp, Chantal Franze, Sophie Legleitner, Lara Bastian, Faye Lenhard, Karl Otto Stengel (alle Hofenfels-Gymnasium Tischtennis), Jasmin Glahn, Eva Lehner (beide HelmholtzGymnasium Geräteturnen).

Große Sportehrenmedaille für Verdienste: Thomas Wolf (Wassersportfreunde Zweibrücken).

Sportehrenmedaille: 176 Sportler aus neun Vereinen.