Rundum zufrieden zeigt sich das LAZ Zweibrücken mit der Premiere des Himmelsstürmer-Cups zum neuen Termin im Westpfalzstadion. Zuschauerzahl, Leistungen, Rahmenbedingungen, Wetter und Stimmung hätten gepasst. Ein erneuter Umzug auf den Herzogsplatz wird daher ausgeschlossen.

Zweibrücken. Zufrieden blickt Alexander Vieweg auf das zurückliegende Wochenende. Alle Anspannung ist abgefallen. Der 4. Himmelsstürmer-Cup des LAZ Zweibrücken – erstmals am neuen Termin, erstmals am neuen Ort und erstmals über zwei Tage – „war wirklich top“, erklärt der sportliche Leiter des LAZ glücklich. Spätestens nach den Höhenflügen am Sonntag, mit zwei Meeting-Rekorden bei Männern und Frauen ist klar: „Wir bleiben hier im Westpfalzstadion.“ Die Organisatoren sehen sich mit dem Termin- und Standortwechsel aus der Innenstadt hin ins Westpfalzstadion „nun absolut bestätigt“.

Nicht nur die Athleten dankten die guten Bedingungen mit entsprechenden Leistungen zurück, auch die Zuschauer haben das Meeting angenommen, betont Vieweg. „Ich war doch überrascht, wie viele gekommen sind. Ein Schwund war überhaupt nicht zu spüren.“ Genau beziffern kann er die Zahl aber nicht, vor allem da viele nach dem Frauen-Wettkampf aufgrund der einstündigen Pause bis zum Männer Wettbewerb das Stadion verlassen hätten. „Die genaue Zuschauerzahl ist mir aber auch nicht so wichtig, entscheidend ist, dass es nachher bei den Männern wieder gerammelt voll, die Stimmung super war.“

Dazu beigetragen hat, dass Lokalmatador Raphael Holzdeppe so lange um den Sieg mitsprang, mit 5,70 Metern Zweiter wurde. Aber es machten auch andere Geschichten den Wettkampf aus. Wie die des Algeriers Hichem Cherabi. „Was er für eine Show abgeliefert hat, finde ich brutal“, sagt Vieweg über den Mann, der ganz kurzfristig ins Feld gerutscht ist und gleich mit vom LAZ geliehenen Stäben seine Bestleistung auf 5,50 Meter hochschraubte, den alten algerischen Rekord knackte. Einen Rekord, den lange Lakhdar Rahal innehatte – insgesamt 36 Jahre. Nicht nur Cherabi, der selbst nur zwei Stäbe besitzt und später erzählte, dass es in Algerien keine mit den geliehenen vergleichbaren gäbe, war glücklich mit seinem Auftritt. Auch Sieger Carlo Paech, der erstmals über 5,80 Meter flog, den alten Meeting-Rekord um 30 Zentimeter pulverisierte, war zufrieden: „Alles lief rundum super, wir hatten beste Bedingungen.“ Und spricht mit dem Lob für alle Athleten. „Die Rückmeldungen sind super“, freut sich Vieweg. So gab es auch Schulterklopfer von Männer-Bundestrainer Jörn Elberding, der vor allem für die Frauen das erste Springen seit Wochen mit perfekten Rahmenbedingungen gesehen hat. Die Ergebnisse sprechen für sich.

So muss der sportliche Leiter kurz nachdenken, ob es Dinge gibt, die aus LAZ-Sicht hätten besser laufen können. „Es wird vielleicht attraktiver, wenn sich der Wettkampf nicht so lange hinzieht“, sagt er. Und schiebt gleich nach: „Aber wo soll man kürzen, wenn 14 Männer über 5,50 Meter springen?“ Das mache das Event dann eben auch aus. „Ein paar Sonnenschirme mehr wären vielleicht gut gewesen“, fällt Vieweg mit einem Lachen ein. Aber, dass das Wetter auch noch mitspielte, „war zu schön“. So liegt die Messlatte für künftige Meetings am neuen Standort hoch. Bange wird Alexander Vieweg deshalb aber nicht. „Genau so soll es sein – und das Event soll immer weiter wachsen.“

Zugehörige Wettkämpfe

Datum Name Ort
13.–14.06.2015 Himmelsstürmer-Cup 2015 Zweibrücken (Deutschland)