Barcelona. Eine tückische Böe hat Stabhochsprung-Profi Malte Mohr böse mitgespielt und all seine Medaillenträume in wenigen Sekunden zerstört. „Ich hab’ mir das anders vorgestellt“, sagte der 24-Jährige nach seinem Qualifikations-Aus. 5,80-Springer Mohr, ein Mann mit Sechs-Meter-Ambitionen, war an der Qualifikationshöhe von 5,65 Meter gescheitert. Doch Zwei kamen gestern durch: Mohrs Vereinskollege Fabian Schulze und der Zweibrücker Raphael Holzdeppe kämpfen am Samstagabend um die Medaillen. Nach Startschwierigkeiten schafften beide die 5,65 Meter im zweiten Versuch. Holzdeppe war nach der schwierigen Qualifikation erleichtert. Mit 20 Jahren in einem EM-Finale – wer schafft das schon? „Das war eine richtige Zitterpartie. Ab 5,50 Meter fing der Wind an, extrem zu blasen“, schilderte er.