Talente sichten, ihnen den richtigen Bewegungsablauf aufzeigen und die Kinder überhaupt zum Sport bringen. Diesen Aufgaben stellen sich die Athleten und Trainer des LAZ jedes Jahr bei ihrem Talent-Cup.

Zweibrücken. Einmal im Jahr ist die Dieter-Kruber-Halle regelmäßig bis zum Bersten gefüllt. Dann veranstaltet das Leichtahletikzentrum (LAZ) Zweibrücken seinen alljährlichen Talent-Cup. Schon beim Betreten der Halle war gestern Nachmittag zu erahnen, was LAZ-Trainer und Moderator, Matthias Brockelt, später bekannt gab: „Es sind wieder rund 350 Kinder am Start und dass, obwohl im Vergleich zum Vorjahr ein Jahrgang fehlt.“ Somit war der Teilnehmerrekord aus 2010 zumindest eingestellt. Vom Bundesleistungszentrum waren wieder viele Athleten mit Rang und Namen anwesend, um bei der Durchführung des Fünf-Kampfes für Schüler der Jahrgänge 1998 bis 2003 zu helfen. So gab Stabhochspringerin Kristina Gadschiew beispielsweise beim Medizinballschoppen den Kleinen Tipps. Hürden-Ass Marlon Odom betreute die Sprintstation.

„Wo Kinder sind ist Energie“

Bob-Fahrer Andreas Drbal

Im Vergleich zu den vorangegangenen Jahren hatte man das Gefühl, dass es nicht ganz so hektisch an der Außenlinie rund um das sportliche Geschehens zuging. „Ja, das ist so“, stimmte Matthias Brockelt zu. Um den wartenden Kindern die Zeit bis zu ihrem Wettkampf zu vertreiben und natürlich auch hier Talente zu sichten, gab es eine weitere Station mit einem ganz besonderen Bonbon. An der stand mit Till Wöschler kein geringerer als der amtierende U 23-Europameister im Speerwerfen. Zusammen mit dem Bob-Fahrer des US-Teams, Andreas Drbal, der derzeit sich beim LAZ fithält und in Zweibrücken arbeitet, gab er Hilfestellungen bei den ersten Wurfversuchen mit dem Ball oder der Wurfrakete. „Das ist toll hier“, kommentierte Andreas Drbal seine ersten Erfahrungen beim Talent-Cup. Er kenne diese Veranstaltungen von den Sommercamps aus den Vereinigten Staaten. „Wo Kinder sind ist Energie und die können sie hier richtig einsetzten“, erklärte er weiter.

Teilweise mit großen Augen schauten die Schüler aus den Grundschulen der Stadt, des Landkreises, von Realschule und den Zweibrücker Gymnasien Helmholtz und Hofenfels zu Wöschler auf. „Immer aus dem langen Arm werfen“, lauteten seine Anweisungen. Diese Disziplin lief zwar außer Konkurrenz zum übrigen Cup, jedoch gab es mit Sporttaschen und Rucksäcken hoch dotierte Preise zu gewinnen.

Ergebnisse des Talent-Cups 2011

Wurf Tipps beim Talent-Cup 2011 vom U23-Speerwurf-Europameister Till Wöschler
Der U 23-Speerwurf-Europameister, Till Wöschler, gab der 8-jährigen Sarah Eisenbarth Tipps. Foto: MW