Speerwerfer bei nationalem Meeting mit erneuter Norm-Erfüllung und Rang drei

Nachdem er bereits drei Mal die Norm für die Junioren-EM erfüllt hatte, testete Speerwerfer Till Wöschler am Wochenende erstmals gegen die nationale Konkurrenz. Ergebnis: Die Nominierung ist möglich.

Zweibrücken/Halle. Seinem Ziel, in diesem Jahr bei der U 20-Europameisterschaft in Novi-Sad (Serbien) im Juli an den Start zu gehen, ist Leichtathlet Till Wöschler am Wochenende ein Stück näher gekommen. Der Speerwerfer des Leichtathletikzentrum (LAZ) Zweibrücken übertraf bei den Halleschen Werfertagen in Sachsen-Anhalt zum vierten Mal in dieser Saison die Norm. Mit 69,1 Metern im ersten Versuch landete er schließlich auf dem dritten Rang. Die EM-Norm liegt bei 68,50 Metern.

„Das Minimalziel habe ich mit der Norm ja bereits erreicht. Aber damit ich auch wirklich zur EM fahre, muss ich noch ein bisschen was drauflegen“, meint der Deutsche Jugendmeister im Winterwurf. Denn die Konkurrenz im eigenen Land ist groß. Maik Dolch (Halle) gewann in Halle mit 71,83 Metern knapp vor Andreas Hoffmann (Mannheim). Da aber nur drei deutsche Werfer antreten können, stehen Till Wöschler noch wichtige Wochen bevor. Halle war der erste von vier Qualifikationswettkämpfen. In den kommenden Wochen folgen die übrigen drei, darunter die DLV-Junioren-Gala in Mannheim am 13. und 14. Juni. „Da fallen die 72 Meter auf jeden Fall“, sagt der 17-Jährige selbstbewusst, „in dieser Saison sind auch sicher noch 73 oder 74 Meter drin.“

Wöschlers Trainer Matthias Brockelt sprach am Rande des Wettkampfes in Halle mit dem zuständigen Bundestrainer Ralf Wollbrück. „Er sieht die drei Erstplatzierten von Halle zurzeit mit deutlichem Vorsprung in puncto EM-Teilnahme“, erklärte Brockelt. „Sicher ist aber noch gar nichts“, wiegelt Wöschler ab, der sich für die angestrebte Europameisterschaft aber weiter mächtig ins Zeug legen will.

Mit den Leistungen seiner anderen Athleten in Halle war LAZ-Trainer Brockelt auch zufrieden. Marc Brendamour glänzte im Diskuswurf mit einer neuen persönlichen Bestleistung von 49,11 Metern, was bei dem international und sehr stark besetzten Feld zu Rang 15 führte. Pech hatte Marc mit seinem erstem Versuch, der knapp vor der 55-Meter-Marke wenige Zentimeter neben dem Sektor, also ungültig, landete. Mit diesem Versuch zeigte Marc jedoch sein Potenzial. Die EM-Norm liegt hier bei 56 Metern.

Janine Vieweg wurde bei der weiblichen Jugend A im Speerwurf Fünfte und war damit drittbeste deutsche Teilnehmerin. Sie war mit ihrer Wurfweite von 45,23 Metern aber nicht ganz zufrieden. Die vom DLV geforderte EM-Norm liegt bei 51 Metern.

Zurück meldete sich Sara-Cathrin Krieg in der weiblichen Jugend B im Speerwurf. Nach einer hartnäckigen Verletzung des Wurfarms zeigte die Dritte der Deutschen Meisterschaften schmerzfrei technisch saubere Würfe und wurde mit 41,02 Metern Sechste.

Team Matthias Brockelt und Till Wöschler
Trainer Matthias Brockelt und sein Schützling Till Wöschler sind ein eingespieltes Team. Ihr Ziel: die Junioren-EM. Foto: Marco Wille