Die Olympischen Spiele in Peking, die noch bis Sonntag im Fokus der öffentlichkeit stehen, werden als Treffpunkt der Jugend aus aller Welt bezeichnet. Doch was in China im Großen abläuft, spiegelt im Kleinen der Wettbewerb der Schulen „Jugend trainiert für Olympia“ wider. In allen Sportarten haben die Schüler, von den Grundschulen bis zu den Gymnasien, die Möglichkeit, sich durch herausragende Leistungen für das Bundesfinale in Berlin zu qualifizieren. Allerdings sind zuvor bei den verschiedenen Wettbewerben, vom Regional-, über den Bezirks- bis hin zum Landesentscheid, verschiedene Hürden zu nehmen. Sie können nicht mit den Qualifikationen für die Olympiade gleichgesetzt werden, zumal in Berlin keine Einzelsportler, sondern nur die Schulmannschaften in die Wertung kommen.

Wenn man aber in den Annalen der Zweibrücker Schulen blättert, so sind in ihnen bestimmt auch die Namen von Athleten zu finden, die nunmehr in Peking am Start sind.

Deshalb ist der Vergleich mit den Olympischen Spielen und dem Wettbewerb „Jugend trainiert für Olympia“ gar nicht so weit hergeholt. Ich denke da vor allem an Raphael Holzdeppe, der nunmehr die Abiturklasse des Helmholtz-Gymnasiums besucht, oder an Alexander Vieweg, der vor seinem Wechsel nach Saarbrücken auch in Zweibrücken in die Schule gegangen ist. Nicht zu vergessen Nastja Ryshich, heute Reiberger, die ebenfalls am Helmholtz-Gymnasium ihr Abitur gemacht hat.

All diese erfolgreichen Olympioniken haben einmal klein angefangen, haben bei diesem Wettbewerb für ihre Schulen eifrig Punkte gesammelt. Ohne im Entferntesten einmal daran zu denken, dass sie Deutschland einmal bei den Olympischen Spielen vertreten werden. In dieser Woche dürfen wir diesen Athleten bei den Leichtathletik-Wettbewerben im Stabhochsprung oder im Speerwerfen kräftig die Daumen drücken.

Diese drei Olympioniken sind zugleich das Spiegelbild für die Vereine, ohne deren Kärrnerarbeit die Erfolge in den Schulen gar nicht gefeiert werden könnten. Denn die Zweibrücker Schulen, sei es nun das Helmholtz oder Hofenfels-Gymnasium, sind ständige Vertreter bei den Bundesfinal-Wettkämpfen in Berlin. Ob nun in der Leichtathletik, dem Geräteturnen oder im Tischtennis. In der Regel haben die Zweibrücker Schüler gegenüber den Sport-Gymnasien aus den neuen Bundesländern das Nachsehen. Doch die Kluft wird zunehmend kleiner. Denn das Training unter leistungssportlichen Gesichtspunkten trägt auch hier Früchte. So sorgte bei den Turn-Weltmeisterschaften in Stuttgart die Riege des Helmholtz-Gymnasiums mit ihrem Titelgewinn für eine faustdicke Überraschung.

Ein Ansatz, die Verzahnung von Schule und Vereinen zu fördern, sind sicherlich die verschiedenen Arbeitsgemeinschaften, die am Helmholtz-Gymnasium, aber auch in den Grundschulen in mannigfacher Weise angeboten werden. Eine neue Variante hat das Hofenfels-Gymnasium gewählt, das sich nun als Partnerschule des Sports versteht, und dabei eine Kooperation mit dem Leichtathletikzentrum (LAZ) Zweibrücken eingegangenen ist.

Deshalb war auch in der vergangenen Woche die Freude am Hofenfels-Gymnasium groß, als sich die Jungenmannschaft der Wettkampfklasse II (1991 und Jünger) in Konz beim Landesentscheid überlegen für das Bundesfinale vom 21. bis 24. September in Berlin qualifiziert hat. Die eifrigsten Punktesammler kamen, wie nicht anders zu erwarten, aus den Vereinen LAZ und VTZ.

Diese Erfolge zeigen aber schon auf Schulebene auf, wie wichtig die Aufbau-Arbeit in den Vereinen ist. Wenn auch die Olympiateilnehmer nicht auf den Bäumen wachsen, so machen aber Raphael Holzdeppe, Alexander Vieweg und Nastja Reiberger allen Schülern Mut, welche Leistungen durch Talent und kontinuierliches Training zu erreichen sind.

Wenngleich der Weg von Berlin zu den Olympischen Spielen noch ein sehr weiter ist. Aber zu meistern ist er allemal.

Zugehörige Wettkämpfe

Datum Name Ort
08.–24.08.2008 Olympische Sommerspiele 2008 Peking (China)