Leichtathletik: Stadt Hornbach empfängt die WM-Teilnehmerin Kristina Gadschiew

Bei der Leichtathletik-Weltmeisterschaft wurde Kristina Gadschiew Zehnte im Stabhochsprung. In Hornbach ist die 25-jährige die Nummer eins im Sport und eine Werbeträgerin der Klosterstadt.

Zweibrücken. Überrascht schlug Kristina Gadschiew gestern Morgen die Hände vor den Mund. Eine Delegation aus Hornbach begrüßte die Zehnte im Stabhochsprung der Leichtathletik- WM von Berlin am Zweibrücker Flughafen. „Ihr macht mich jetzt ganz verlegen“, fehlten der 25-jährigen Hornbacherin zunächst die Worte. „Ich bin überwältigt.“ Als sie ihre Oma Theodora Riss umarmte, floss auch eine Träne aus den strahlenden Augen.

„Wir sind alle stolz auf dich“, begrüßte Bürgermeister Reiner Hohn „die Werbeträgerin der Stadt Hornbach“. Alle Hornbacher hätten bei der Fernsehübertragung mitgefiebert und sich über den Erfolg gefreut. „Unter den Top Ten in der Welt zu sein, ist schon Klasse“, stellte der Bürgermeister fest. „Weiter viel Erfolg“, fügte der Beigeordnete Klaus Schwarz hinzu, um sich gleich über die nächsten Ziele der Lehramtsstudentin zu informieren.

„Wir sind ganz stolz auf unsere Tochter“, sagte die Mutter Valentina Gadschiew. Die Familie wollte erst mitfliegen. „Aber Kristina war schon nervös genug. Wenn wir im Stadion gewesen wären, wäre sie noch nervöser gewesen.“ Deshalb verfolgte die Familie Gadschiew die Vorstellung der Tochter in Hornbach. Dort ist die Familie seit einem Jahrzehnt heimisch.

Wie Kristina freute sich auch die Familie über den Empfang durch die Stadt am Flughafen und später im Rathaus. „Hornbach ist meine Stadt. Da fühle ich mich wohl“, bekundete Kristina Gadschiew. Deshalb war sie froh, nach über drei Wochen wieder zu Hause zu sein. Vor den Weltmeisterschaften in Berlin war die Stabhochspringerin schon einige Tage im DLV-Trainingslager in Kienbaum.

Die Weltmeisterschaft war ein „großes Erlebnis“ für die Sportlerin des LAZ Zweibrücken. „Das Team war echt super. Da wurden wir Neulinge gut aufgenommen.“ Dennoch war die Zweite der Deutschen Meisterschaft bei ihrem ersten großen internationalen Wettkampf nervös. „Wenn man da unten steht und so viele Menschen schauen auf dich, feuern dich an und drücken dir die Daumen. Das ist schon was anderes als sonst“, schilderte die Hornbacherin ihre Anspannung am Wettkampftag am vergangenen Montag.

„Aber daraus habe ich gelernt.“ Nach übersprungenen 4,40 scheiterte sie drei Mal an 4,55 Meter. Aber allein das Erreichen des Endkampfs der besten Zwölf wertet sie als Erfolg. „Das war mein Ziel.“ Die WM war ein „Super-Event“. Nach dem eigenen Wettkampf verfolgte sie die übrigen Wettbewerbe im Stadion. Dann war auch Kristina Gadschiew Teil der „bombastischen Stimmung“ im Berliner Olympiastadion.

Hornbacher Empfangskomitee für Kristina Gadschiew
Kristina Gadschiew (Dritte von links) und ihr Trainer Andrei Tivontchik (Zweiter von links) werden vom Hornbacher Empfangskomitee Gunda Roth, Reiner Hohn, Ute Hohn und Klaus Schwarz (von links) auf dem Flughafen begrüßt. Foto: Marco Wille