Eine Neuerung gibt es beim 3. LAZ-Hallenstürmer-Cup: Erstmals findet das große Meeting in der eigenen Dieter-Kruber-Halle statt. Am 28. Februar sollen dort rund 600 Zuschauer die Höhenflüge verfolgen können.

Zweibrücken. Einen neuen Anlauf nimmt das LAZ Zweibrücken in Sachen Hallenstürmer-Cup. Erstmals findet dieser bei seiner dritten Auflage nicht in der Westpfalzhalle statt, sondern in der vereinseigenen Dieter-Kruber-Halle (wir berichteten). Die Verantwortlichen um den Vorsitzenden Bernhard Brenner und den Sportlichen Leiter Alexander Vieweg hoffen, dass sich das Stabhochsprung-Meeting in der Stadt so etabliert hat, dass die Zuschauer mitwandern.

„Die Hallensaison hat ein extrem knappes Zeitfenster, pro Wochenende stehen zwei bis drei hochkarätige Events auf dem Programm“, erklärt Brenner die schwere Suche nach einem passenden Termin und den damit zusammenhängenden Umzug. „Wir wären auch in der Westpfalzhalle geblieben, aber es hat nicht gepasst“. Die Daten, die der Verein mit der Stadt im vergangenen Jahr bereits geblockt hatte, wurden beim Blick auf den Wettkampfkalender nichtig. Zu viele große Meetings lagen an diesem Wochenende, darunter Karlsruhe.

Lange haben Vieweg und Brenner mit den Verantwortlichen des Sportamts nach einem passenden Termin gesucht – vergeblich. So freundeten sich die LAZler mit dem Gedanken an, das Springen zu verlegen. „Von der Logistik her wird es einfacher für uns“, erklärt Vieweg. Transport und Aufbau in der Westpfalzhalle waren immer ein enormer Aufwand. „Wir hatten in den vergangenen Jahren neben den Helfern aus dem Verein und den Familien gerade beim Transport die Unterstützung der Bundeswehr – die fällt ja weg“, erläutert Brenner. Das Meeting sei immer ein 48-Stunden-Projekt gewesen, die Westpfalzhalle konnte nicht länger geblockt werden. Diese Situation wird jetzt entspannter. „Wir sehen es als Chance, die Begeisterung für den Sport dorthin zu tragen, wo er auch tatsächlich stattfindet“, sagt Vieweg. Ein weiterer Vorteil: Die Anlauflänge in der LAZ-Halle umfasst bis zu 60 Meter, vorher war bei 43 Metern Schluss. Ein Ausschlusskriterium für einige Athleten fällt somit weg.

Auf jeden Fall dabei haben wollte das LAZ sein Zugpferd: Raphael Holzdeppe. Für ihn soll ein starkes Gegnerfeld zusammengestellt werden. Namen sind noch keine klar. „Aber es sollen höchstens zehn Teilnehmer springen. Lieber weniger, dafür aber extrem hochkarätig“, betont der Vorsitzende.

Auch bei den Frauen erhofft sich Brenner ein solches Feld, vielleicht sogar wieder mit der Russin Alena Lutkovskaya, die auch in diesem Jahr dabei war, mittlerweile U20-Weltmeisterin ist. Mit dem Termin am Samstag, 28. Februar, liege das Meeting für die Athleten gut zwischen der Deutschen Hallenmeisterschaft und der Europameisterschaft in Prag.

Da in der Dieter-Kruber-Halle nur auf einer Anlage gesprungen wird, beginnt der Wettkampf um 17.30 Uhr mit den Frauen, ab 20 Uhr greifen die Männer zum Stab. Rund 600 Zuschauer – etwa die Hälfte der Westpfalzhallen-Kapazität – sollen die Höhenflüge von Tischen aus verfolgen können. Erstmals soll es wegen der begrenzten Zahl auch Eintrittskarten geben. „Die Preise werden überschaubar sein“, verspricht Vieweg. Die Einnahmen fließen in die Sanierung des Hallendachs.

Zugehörige Wettkämpfe

Datum Name Ort
21.–22.02.2015 Deutsche Hallenmeisterschaften 2015 Karlsruhe (Deutschland)
06.–08.03.2015 Hallen-Europameisterschaften 2015 Prag (Tschechien)
28.02.2015 Hallenstürmer-Cup 2015 Zweibrücken (Deutschland)