Vereine müssen offen sein. Für Innovationen, dafür, sich mit der Gesellschaft zu wandeln. Das ist unerlässlich, um weiterhin bestehen zu können, um bestehende Mitglieder zu halten und neue zu gewinnen. Eine Herausforderung bringt der demografische Wandel – mit den zurückgehenden Geburtenzahlen – mit sich. Die Auswirkungen machen vor den Sportvereinen, die ein Teil der Gesellschaft sind, nicht halt, betont auch der Geschäftsführer des Sportbunds Pfalz, Martin Schwarzweller, im Gespräch mit dem Merkur. Das schlägt sich in der Entwicklung der Mitgliederzahlen in den Vereinen innerhalb des Sportbunds nieder. 2014 hat die Zahl im Vergleich zum Vorjahr um rund 4000 abgenommen (520 257). Allerdings steht dem die leicht gestiegene Zahl von Mitgliedsvereinen um sieben auf 2117 gegenüber. Dem oft prognostizierten Niedergang der Vereine stellen diese sich entschieden dagegen. Er ist auch nicht zu befürchten, wenn weiterhin so fürs Überleben und wieder Auferstehen gekämpft wird – mit veränderten Angeboten, einem Innovationskurs, qualifizierten Übungsleitern und abwechslungsreichen Programmen für den Nachwuchs. Ausruhen auf dem Vorhandenen dürfen sich die Vereine im Zuge der gesellschaftlichen Entwicklung nicht. Die, die sich den sich verändernden Anforderungen nicht stellen, bekommen Probleme.

In Sachen Zukunftsfähigkeit haben Vereine in der Pfalz im Sportbund einen verlässlichen Partner. Er bietet Fortbildungsveranstaltungen wie diesen Monat etwa das Seminar „Zukunftswerkstatt für Vereine & Verbände“ und Unterstützung in jeglicher Hinsicht an. Vereine müssen ein Gespür dafür entwickeln, was attraktiv, aber auch machbar ist. Die Infrastruktur, personelle Besetzung und Finanzierbarkeit müssen gegeben sein. Viele Sportvereine in Zweibrücken zeigen, dass und, wie es geht. So gehört die Vereinigte Turnerschaft, die ihren Mitgliedern seit mehr als 150 Jahren neben den traditionellen Sparten ein sich stets wandelndes Angebot bietet, zu den mitgliederstärksten Vereinen (2440) in der Pfalz. Um Nachwuchs müssen sich auch beispielsweise die Wassersportfreunde, der SV 64, die VBZ, der TC Weiß-Blau oder das LAZ nicht sorgen. Weil sie die Herausforderungen erkannt und mit ihren jeweiligen Konzepten reagiert haben. Und damit tun sie auch etwas für die Gesellschaft. Neben allem sportlichen Anreiz übernehmen die Vereine Aufgaben und Funktionen, die von anderen Institutionen nicht geleistet werden können. Aus diesem Grund werden sie auch in Zukunft unverzichtbar bleiben.