Doha. Die Diamond League soll zum Hochkaräter der Leichtathletik werden. „Wir haben erstmals eine richtige Weltliga“, sagte Helmut Digel, deutsches Mitglied im Führungsrat des Weltverbandes IAAF, vor der Premiere heute ab 17 Uhr in Doha in Katar. Insgesamt wird ein Preisgeld von 4,8 Millionen Euro an Athleten aus 32 Disziplinen verteilt. Die Siegprämie pro Disziplin bei den 14 Meetings beträgt 8000 Euro.

In Doha sind bei den Frauen die Olympia-Dritte im Speerwurf, Christina Obergföll, sowie die Stabhochspringerinnen Kristina Gadschiew, Silke Spiegelburg und Carolin Hingst angekündigt. Bei den Männern stellt sich der Weltmeisterschafts-Dritte im Kugelstoßen, Ralf Bartels, der Weltelite. Wenn sich erstmals der Vorhang für die 14 Meetings umfassende globale Serie hebt – nach der Absage des Berliner ISTAF, das weder genügend Geld noch Fernseh-Garantien bieten konnte, fehlt ein deutscher Veranstaltungsort –, wird der Superstar fehlen: Usain Bolt aus Jamaika zieht es vor, fünf Tage später in Südkorea sein Saisondebüt über 100 Meter zu geben.