Kristina Gadschiew
Kristina Gadschiew

Zweibrücken/Belgrad. Wenn Stabhochspringerin Kristina Gadschiew (Foto: pma) morgen wieder in Zweibrücken landet, dann hat sie zwei Dinge im Gepäck: die Bronzemedaille der diesjährigen Universiade und das Wissen, der ersehnten Steigerung auf 4,60 Meter ein ganzes Stück näher gekommen zu sein. Zwar kletterte sie mit übersprungenen 4,50 Metern aufs Treppchen. Doch als sie und die spätere Zweitplatzierte Nicole Bucher (Schweiz) nach einem missglückten Versuch über 4,55 Meter die zwei übrig gebliebenen Sprünge zur nächsten Höhe von 4,60 Meter mitnahmen, war die Athletin des LAZ Zweibrücken dem Erfolg sehr nah. Zwei Mal riss sie nur sehr knapp. „Ich habe noch nie Sprünge über 4,60 Meter gemacht, die sich so gut angefühlt haben“, erzählte die Lehramtsstudentin an der TU Kaiserslautern begeistert.

Zwar sei sie zunächst nicht so zufrieden gewesen mit dem Gesamtergebnis, aber „4,50 Meter sind auch eine sehr gute Höhe“. Zudem hatte die Hornbacherin im Wettkampf am Freitagabend sehr viele Sprünge absolviert. Ihre Einstiegshöhe von 4,20 Metern hatte sie problemlos gemeistert. Da bei den Studenten- Weltspielen in Belgrad in Fünf- Zentimeter-Abständen gesteigert wurde, ließ sie die Folgehöhe aus. Doch die anschließenden 4,30 Meter meisterte sie erst im zweiten Versuch. „Unser Betreuer Winfried Heinecke riet mir daraufhin, keine Höhe mehr auszulassen. Das Feld war sehr eng beieinander“, berichtet Gadschiew. Für sie geht die Reise nun weiter. War sie nach der Deutschen Meisterschaft in Ulm am vergangenen Wochenende direkt nach Belgrad geflogen, hieß das Ziel am gestrigen Sonntag nun Athen, wo sie heute ein Meeting bestreitet. „Ich bin schon ein wenig müde. Aber nach Athen mache ich dann so wenige Wettkämpfe wie möglich, um mich in Ruhe auf die WM in Berlin vorbereiten zu können“, sagt die 25-Jährige.