Peking. Mit einem bärenstarken Wurf über 65,92 Meter, persönlicher Bestleistung und verbessertem Deutschen U23-Rekord zog sie ins Finale ein – als Qualifikationsbeste. Im heutigen WM-Finale konnte sich LAZ-Speerwerferin Christin Hussong einen guten sechsten Platz sichern.

Insgesamt drei gültige Würfe konnte Christin Hussong dem Publikum im Vogelnest zeigen und steigerte sich von Versuch zu Versuch. Den ersten übertrat sie, im zweiten flog der Speer auf 59,98 Meter, im dritten auf 62,94 Meter. Als fünftplatzierte Werferin hatte sie weitere drei Versuche und legte im vierten 62,98 Meter nach. Die Versuche fünf und sechs machte sie absichtlich ungültig nachdem sie sah, dass diese nicht zu ihrer Zufriedenheit waren.

Letzendlich reichte Hussongs Serie für den sechsten Platz, auf den die 21-Jährige bei ihrer WM-Premiere sehr stolz sein kann. Im anschließenden Interview zeigte sich die LAZ-Athletin „super zufrieden. Die 62,98 Meter aus dem vierten Versuch waren mein drittbester Wurf dieses Jahr und der viertbeste Wurf meiner Karriere“. WM-Finale sei eben „was andres“, die Anspannung sei größer, aber sie habe „ja noch ein paar Jährchen“ und somit einige Möglichkeiten sich vorne in der Weltspitze zu etablieren.

Wie schon bei Raphael Holzdeppes Stabhochsprung-Finale fieberten Hussongs Vereinskameraden beim Public Viewing in der LAZ-Halle mit ihr und den anderen deutschen Speerwerferinnen mit.

Drei weitere Deutsche waren ins Finale eingezogen. Linda Stahl (59,88 Meter) musste sich nach drei Versuchen als Zehntplatzierte verabschieden. Christina Obergföll, Weltmeisterin von Moskau 2013, wurde mit 64,61 Meter Vierte. Katharina Molitor verbesserte ihre Bestleistung um mehr als drei Meter auf 67,69 Meter und wurde in ihrem letzten Versuch, der gleichzeitig den allerletzten Wurf des Wettkampfs darstellte, Weltmeisterin vor Huihui Lyu (66,13 Meter, China), die bis zuletzt das Feld anführte. Dritte wurde die Südafrikanerin Sunette Viljoen mit 65,79 Metern. Die zweimalige Olympiasiegerin Barbora Špotáková erreichte mit 60,08 Metern überraschend nicht die weiteren drei Versuche.

Christin Hussong bei ihrem besten Wurf im Finale. 62,98 Meter im vierten Versuch.
Christin Hussong bei ihrem besten Wurf im Finale. 62,98 Meter im vierten Versuch. (Foto: ZDF)
Trainer und Vater Udo Hussong.
Trainer und Vater Udo Hussong. (Foto: ZDF)

Zugehörige Wettkämpfe

Datum Name Ort
22.–30.08.2015 Weltmeisterschaften 2015 Peking (China)