Zweibrücken. Die Plakate hängen schon seit einigen Tagen überall in der Stadt: Am 13./14. Juni steigt der vierte Himmelsstürmer-Cup des LAZ Zweibrücken für Stabhochspringer. Diesmal allerdings nicht wie in den Vorjahren auf dem Herzogplatz direkt unter dem Rathausbalkon, sondern im Westpfalzstadion, quasi im Garten vor der vereinseigenen Dieter-Kruber-Halle. Für das Männer-Teilnehmerfeld hat LAZ-Vorsitzender Bernhard Brenner schon 14 Springer an der Angel, wie Vorstandskollege Alexander Vieweg gestern mitteilte.

Angeführt wird das Feld vom derzeit noch seine Form aus dem WM-Jahr suchenden Weltmeister Raphael Holzdeppe (Bestleistung 5,91 Meter). Daneben greift auch Lokalmatador Daniel Clemens beim Meeting zu den Stäben (5,60m), dass vom zuvor traditionellen Termin Maria Himmelfahrt knapp zwei Monate vorverlegt wurde. „Der 15. August ist dieses Jahr als Saarland-Feiertag ein Samstag, er liegt in den Ferien. Und wir wären mit dem Termin einfach zu nah an der WM dran gewesen“, erklärt Vieweg das zeitliche Umschwenken. Neben den beiden LAZ-Sportlern gehen bis jetzt noch sieben weitere Deutsche an den Start des anerkannten Qualifikationswettkampfs, bei dem sicher die Norm des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (5,70 m) für die WM in Peking (22. bis 30. August) auf der Wunschliste jedes einzelnen Sportlers ganz oben steht.

Tobias Scherbarth (5,73m), Karsten Dilla (5,72m), Hendrik Gruber (5,70m), Carlo Paech (5,65m), Michel Frauen (5,55m), Florian Gaul (5,50m) und Marvin Caspari (5,45m) haben ihr Kommen zugesagt. Daneben stehen bisher der Lette Mareks Arents (5,62m), der US-Amerikaner Mitch Greely (5,50m), der Schweizer Marquis Richards (5,55m) und die beiden Franzosen Kevin Menaldo (5,72m) und Valentin Lavillenie (5,80m), der kleine Bruder des Olympiasiegers und Hallen-Weltrekordhalters Renaud Lavillenie, auf der Starterliste.

„Bernhard ist noch an einigen Kanadiern und Amerikanern dran, beim Frauenfeld sind wir noch nicht ganz so weit“, verdeutlicht Vieweg bezüglich der Starterfelder, die maximal zehn Athleten pro Anlage umfassen sollen. Denn auch das ist eine Neuerung: Sowohl die Männer als auch die Frauen (die Jugend ist bereits samstags dran), springen sonntags auf zwei Anlagen gleichzeitig im Westpfalzstadion. Klar scheint bei den Frauen bisher zu sein, dass Silke Spiegelburg (4,82m) neben Lokalmatadorin Kristina Gadschiew zu den Stäben greift.

Laut Vieweg werden die besagten beiden Sprunganlagen in der Mitte der Tartanbahn längs des Zubringerweges zur Dieter-Kruber-Halle aufgebaut. Der zuerst mal angedachte Aufbau auf dem Stadionrasen sei nicht realisierbar gewesen. An einer Anlage wird über die Tartanbahn angelaufen, an der anderen über den vereinseigenen Anlaufsteg des LAZ. „Wir haben den Vorteil, dass wir für jede Anlage zwei Anlaufrichtungen haben. Von wo wir anlaufen, legen wir am Abend vor dem Wettkampf zusammen mit den Athleten fest.“ Für die Athleten ist das kein Problem: Sie haben kurze Wege, sind alle im Rosengarten-Hotel untergebracht.

Das Stadion soll auch künftig Standort des Meetings sein. „Ich weiß nicht, wie viel uns die Standortverlegung kostet“, sagt Vieweg, „aber wir freuen uns auf viele Zuschauer. Der Eintritt ist ja frei“. Der 14. Juni sei der „Tag x“, „und wir schauen mal, was passiert“. Die Zuschauer sollen auf dem erhöhten Zubringerweg an Biergarnituren Platz nehmen, die Werbebanden am Geländer werden zur besseren Sicht abgebaut. Unter den Sonnensegeln am Weg soll die Versorgung mit Essen und Getränken angesiedelt werden. Der Innenraum des Stadions gehört dagegen während der Wettkampfzeit nur den Athleten. Moderator ist wie beim Hallenstürmer-Cup im Februar erneut der fachkundige Michael Werling. Los gehen soll es samstags für den Nachwuchs und sonntags für die Elite jeweils um 14 Uhr.

Zugehörige Wettkämpfe

Datum Name Ort
28.02.2015 Hallenstürmer-Cup 2015 Zweibrücken (Deutschland)
25.07.–12.08.2012 Olympische Sommerspiele 2012 London (England)
22.–30.08.2015 Weltmeisterschaften 2015 Peking (China)