Neuer Austragungsort, Verlängerung auf zwei Tage und anderer Termin: Der Himmelsstürmer-Cup wird in diesem Jahr am Samstag und Sonntag, 13. und 14. Juni, im Westpfalz-Stadion in Zweibrücken ausgetragen. Am Samstag wird die Jugend zeigen, wie hoch sie springen kann, während am Sonntag die Profis sich über die Stange in schwindelnder Höhe hieven.

Vor drei Jahren war der Himmelsstürmer-Cup mit großem Erfolg aus der Taufe gehoben worden. Einen ganzen Tag lang maßen sich auf dem Herzogplatz die nationalen und internationalen Eliten im Stabhochsprung sowie die Jungen und Mädchen, die noch zur Jugend zählen. Gesprungen wurde stets am 15. August,Mariä Himmelfahrt, Feiertag im Saarland. Viele Kauf und Schaulustige nutzten dann nicht nur die Gelegenheit zu einer Shopping-Tour in Zweibrücken, sondern auch, um den Hochspringern zuzusehen.

Doch schon im vergangenen Jahr haben sich die Verantwortlichen von der LAZ Zweibrücken überlegt, den HimmelsstürmerCup ins Westpfalz-Stadion zu verlegen. Gleich mehrere Gründe für diese Veränderungen führt Alexander Vieweg, stellvertretender Vorsitzender der LAZ, ins Feld. „Die Bedingungen und das Umfeld sind für die Athleten im Westpfalz-Stadion einfach besser als auf dem Herzogplatz.“ Das Stadion weise ferner zwei Anlagen und eine Doppelanlage auf. „Wir werden beim Himmelsstürmer-Cup die Doppelanlage sowie eine zweite Anlage nutzen.“ Auf diese Weise könne den Ansprüchen der Athleten bei drehendem Wind entgegengekommen werden. Das sei auf dem Herzogplatz eben nicht möglich gewesen. Ganz gleich, ob der Wind günstig oder ungünstig für die Hochspringer war – an der Situation war nichts zu ändern. Der Anlauf sei ebenfalls nicht optimal gewesen, sagt Vieweg. Die Höhendifferenz zwischen dem Untergrund und dem Anlaufsteg sei sicher, aber notdürftig mit Holzkeilen und Paletten ausgeglichen worden. „Im Stadion gibt es zwei Anläufe auf normalem Belag.“

Hinzu kommt nach Angaben von Vieweg der Transport des Equipments und der Anlagen. „Der Aufwand ist schon recht hoch gewesen“, meint er. So hätten auch die zahlreichen ehrenamtlichen Helfer weniger Arbeit. Und weil die gesamte Anlage,wäre sie über Nacht stehen geblieben, hätte beaufsichtigt werden müssen, sei die Veranstaltung nur an einem Tag ausgerichtet worden. Dennoch habe sich die LAZ die Entscheidung nicht leicht gemacht, mit dem Oberbürgermeister und den Sponsoren gesprochen, betont Vieweg. Der saarländische Feiertag sei zwar nicht schlecht gewesen, doch finde in diesem Jahr nur eine Woche später die Weltmeisterschaft in Peking statt. „Die bekannten Hochspringer wären daher wohl nicht gekommen.“

Freuen können sich die Besucher am Sonntag auf Lokalmatador Raphael Holzdeppe, der mit seinen erzielten 5,80 Meter bereits die Fahrkarte für Peking im Gepäck hat – die Messlatte dafür liegt bei 5,70 Meter. Insgesamt vier Stabhochspringer kann die Bundesrepublik nach China entsenden. Da der Himmelsstürmer-Cup als Wertungswettkampf zählt, werden weitere renommierte Hochspringer aus dem In- und Ausland erwartet. Stabhochspringer aus Frankreich, Lettland, den USA oder Kanada haben ihr Kommen zugesagt.

Bei den Frauen haben sich Kristina Gadschiew (Zweibrücken) und Silke Spiegelburg angekündigt.

Bei den Jugendwettbewerben kann laut Vieweg jeder kommen. Eigene Gewächse, aber auch Teams aus Landau, Karlsruhe, Saarbrücken und aus Frankreich sind mit von der Partie. Ein Startgeld wird nicht erhoben.

Der zweitägige Himmelsstürmer-Cup soll dennoch ein Fest für die ganze Familie werden. Für Unterhaltung, für Essen und Getränke ist bei freiem Eintritt an beiden Tagen gesorgt. Und obendrein gibt es 800 Sitzplätze – für die Besucher ein Vorteil gegenüber dem Herzogplatz, wo fast jeder stehen musste.Die Wettbewerbe starten am Samstag und Sonntag jeweils um 14 Uhr. (giw)

Zugehörige Wettkämpfe

Datum Name Ort
13.–14.06.2015 Himmelsstürmer-Cup 2015 Zweibrücken (Deutschland)