Zweibrücken. Betroffenheit in der Zweibrücker Leichtathletikszene und insbesondere bei der Vereinigten Turnerschaft Zweibrücken (VTZ): Völlig überraschend ist am Dienstag der in Zweibrücken und Deutschland hoch angesehene Trainer im Hammerwurf, Manfred Walzer (Foto: sad), im Alter von 70 Jahren gestorben. Noch am Vortag war er beim Training mit seinen Talenten noch voller Tatendrang.

Manfred Walzer
Manfred Walzer

Manfred Walzer war in seiner Jugend selbst ein Hammerwerfer. Wegen eines schweren Autounfalls musste er seine Karriere beenden. Aber er war dann der Jüngste im Team der deutschen Spitzentrainer und hat seit mehr als 40 Jahren junge Menschen in Zweibrücken für seine Sportart begeistert und sie an die deutsche Spitzenklasse herangeführt.

Dazu gehören vordergründig Gerhard Thiele, der noch bis heute den Pfalzrekord aus dem Jahre 1973 mit 67,28 Metern hält, und der Jugend-Pfalzrekordler Markus Kiefer (1987) mit 67,24 Metern sowie die Frauen-Pfalzrekordlerin Evelyn Günther mit 57,31 Metern (2002). Zugleich trainierte er die amtierende Rheinland-Pfalzmeisterin Katrin Turon (50,20 Meter). Er war zugleich einer der Wenigen, die mit der Hammerwurf-Legende Ernst Klement (Karl-Heinz Riehm) befreundet waren, wie VTZ-Präsident Otto Graßhoff erklärte.

Bei der Trennung von VTZ und LAZ vor 20 Jahren hat er der VTZ die Treue gehalten. Aber stets hat er Athleten aus beiden Vereinen betreut. Seine Erfolge beruhten auf seiner enormen Fachkenntnis und Erfahrung sowie seiner herzlichen Wärme.

Trotz seines schweren Unfalls war er als Ingenieur und Erfinder bei John Deere ein hoch geschätzter Mitarbeiter. Neben dem Sport galt seine Liebe der Musik. Im Chor in Rimschweiler glänzte er mit seiner eindrucksvollen Tenorstimme.