Das Leichtathletikzentrum (LAZ) Zweibrücken lädt am kommenden Samstagnachmittag zu einem ganz besonderen sportlichen Highlight ein. Bereits zum fünften Mal richtet der Verein das Internationale Frauen-Hochsprungmeeting auf dem »Kleinen Exerzierplatz« in der Zweibrücker Innenstadt aus. Unter den Augen der Hochsprung-Bundestrainerin Brigitte Kurschilgen werden einige der besten Hochspringerinnen Deutschlands ab 14 Uhr um Siegerehren kämpfen.

Als Favoritin wird die aktuelle Deutsche Hallenmeisterin Ariane Friedrich aus Frankfurt an den Start gehen. Sie gewann das letztjährige Zweibrücker Meeting mit einer Höhe von 1,90 Metern. Dieses Jahr konnte die angehende Polizistin ihre Bestleistung bereits auf 1,93 Meter verbessern. Eine weitere viel versprechende Starterin ist Annett Engel aus Potsdam, deren Bestleistung 1,90 Meter beträgt. Die erst 20 Jahre alte Potsdamerin blickt auf ein erfolgreiches Jahr 2006 zurück, als sie Dritte der Junioren-Weltmeisterschaft wurde und den zweiten Platz bei den Deutschen Meisterschaften erreichte. Sie hat gute Chancen, sich in Zweibrücken mit einem Sprung über 1,87 Meter für die U23-Europameisterschaften in Debrecen/Ungarn zu qualifizieren. Der Deutsche Leichtathletikverband (DLV) hat das Meeting zu einem Testwettkampf für diese internationalen Meisterschaften ernannt.

Ganz besonders freut es Meeting-Direktorin Katrin Krause, Daniela Rath in Zweibrücken begrüßen zu können. Sie sprang im Jahr 2003 mit 1,97 Metern den Meeting-Rekord. Ihre persönliche Bestleistung ñ ebenfalls in 2003 gesprungen - liegt bei genau zwei Metern. Erst vor einem halben Jahr ist die für den Hamburger Sportverein startende Springerin Mutter geworden. Nun nutzt sie die Gelegenheit, in Zweibrücken nach ihrer Babypause wieder ins Wettkampfgeschehen einzugreifen. Weiterhin ihr Kommen angekündigt haben Kathryn Tasche, besser bekannt unter ihrem Mädchennamen Holinski (Bestleistung 1,93 Meter), und Sophia Sagonas (Bestleistung 1,92 Meter). Auch sie waren bereits letztes Jahr zu Gast in der Rosenstadt. LAZ-Springerin Anja Wich-Heiter wollte ebenfalls starten. Ein Kletterunfall, bei dem sie sich schwere Unterschenkelverletzungen mit Bruch des Waden- und Schienbeines zuzog, machte ihr jedoch leider einen Strich durch die Rechnung. Inzwischen befindet sie sich nach einer Operation wieder auf dem Weg der Besserung.

Zwei ausländische Springerinnen haben sich ebenfalls bei Katrin Krause angemeldet. Die Italienerin Marina Caneva (23 Jahre) hat alle nationalen Meisterschafteswettbewerbe ihre Heimatlandes in den Altersklassen U15 bis U23 gewonnen und auch an mehreren internationalen Wettkämpfen teilgenommen. Die 31-Jährige Maresa Cadienhead war von 2001 bis 2003 die beste Hochspringerin Kanadas. Ihre Bestleistung von 1,95 Metern stammt aus dem Jahr 2002.

Die Veranstaltung, die von Hochsprung-Urgestein Günther Eisinger moderiert wird, beginnt um 14 Uhr mit einem Vorwettkampf in der Jugendklasse, unter anderem mit den LAZ-Talenten Alexandra Reinking, die versuchen wird, sich mit einem Sprung über 1,70 Meter für die Deutschen Jugendmeisterschaften zu qualifizieren, Janine Vieweg und Isabelle Schollenberger. Auch die Tochter von Bundestrainerin Brigitte Kurschilgen, die vielen sicher noch als Brigitte Holzapfel in Erinnerung ist, die 16 Jahre alte Lisa Kurschilgen geht im Vorwettkampf an den Start. Der Beginn des Hauptspringens ist für 16 Uhr vorgesehen. Parallel zu den Wettkämpfen organisiert das LAZ auf dem umliegenden Freizeitsportgelände ein Kinder-Spielfest. »Das Internationale Frauen-Hochsprungmeeting ist etwas für jeden Geschmack«, lädt Meeting-Direktorin Katrin Krause die Zweibrücker zum Kommen ein. Nach einem vormittäglichen Eikaufsbummel in der City biete die Veranstaltung zumal nach Ende der Fußballsaison der ganzen Familie Spannung und Unterhaltung. Sie ist sehr zuversichtlich, »dass der Wettergott mitspielt und sich das LAZ einmal mehr seinem zahlreichen Publikum und Sportlern als guter Gastgeber präsentieren wird.«