Oberbürgermeister Reichling ehrte die Olympiateilnehmer Holzdeppe und Vieweg

In einer kleinen Feierstunde ehrte gestern Abend Zweibrückens Oberbürgermeister Helmut Reichling die beiden Olympiateilnehmer in Peking, Raphael Holzdeppe und Alexander Vieweg.

Zweibrücken. Der Anlass war ein besonderer. Das war schon unweit des Rathauses zu sehen, von dessen Balkon meterlange Bänder in den Stadtfarben herabhingen. Staatstragend, erweckte es den Eindruck. Galt es doch, gestern Abend „die berühmtesten Zweibrücker“ zu ehren, wie es Oberbürgermeister Reichling in einer launigen Rede im kleinen Sitzungssaal erklärte. Die Olympiateilnehmer, Raphael Holzdeppe im Stabhochsprung, und Alexander Vieweg im Speerwerfen, erhielten vom Oberbürgermeister einen Glaspokal mit jeweils einer persönlichen Widmung: „Sie haben sicherlich unvergessliche Eindrücke in Peking gesammelt, doch dieses Geschenk soll sie immer an Zweibrücken erinnern.“

Mit Nachdruck stellte der Oberbürgermeister „die herausragende sportliche Leistung“, die in der Teilnahme der Olympischen Spiele in Peking gemündet habe, heraus. „Sie haben Zweibrücken auf internationalem Parkett bekannt gemacht. Sie haben wunderbare Werbung auf allen Fernsehkanälen betrieben.“ Gleichzeitig wünschte er sich, dass die jungen Sportler einmal mit einer Medaille im Rathaus stehen werden. „Betrachten Sie das bitte als Übung, wie auch wir das als Übung ansehen“, erklärte Reichling. Denn das nächste Mal werde der Rathausvorplatz „schwarz sein von Menschen, wenn Sie eine Medaille mitbringen“, prophezeite er in Anwesenheit zahlreicher Vorsitzender und Funktionäre Zweibrücker Sportvereine, mit dem Vorsitzenden des Stadtverbandes für Sport, Eckhart Schiller, an der Spitze. Er überreichte den Olympioniken jeweils „eine gute Flasche Rotwein“ aus seinem Keller.

Der Oberbürgermeister skizzierte in seiner Rede noch einmal all die sportlichen Höhepunkte bis zu den Olympischen Spielen, die Raphael Holzdeppe mit dem achten Platz krönte. Nicht verhehlen wollte Reichling, dass er zunächst gar nicht glauben wollte, dass Alexander Vieweg, der in der Qualifikation bei sintflutartigen Regenfällen gescheitert war, nicht aus Zweibrücken stamme. Da Vieweg ehemaliger Leipziger, also Sachse sei, spannte Reichling einen historischen Bogen: „Traditionsgemäß haben die Zweibrücker Herzöge ihre Frauen aus Sachsen geholt.“ Deshalb empfahl er dem Speerwerfer den umgekehrten Weg: „Nehmen Sie sich eine Frau aus Zweibrücken.“

Beide Olympiateilnehmer erklärten übereinstimmend, dass es sicher noch eine geraume Zeit dauern werde, bis sie das einmalige Erlebnis der Olympischen Spiele in Peking verarbeitet hätten.

Olympiateilnehmer Alexander Vieweg und Raphael Holzdeppe mit Oberbürgermeister Helmut Reichling
Vom Rathausbalkon, geschmückt in den Stadtfarben, grüßten gestern Oberbürgermeister Helmut Reichling und die Olympiateilnehmer Alexander Vieweg (links) und Raphael Holzdeppe. Fotos: voj
Raphael Holzdeppes Trainer Andrei Tivontchik
Raphaels Trainer Andrei Tivontchik (Mitte), im Kreise mit Christian Gauf, Jürgen Uhland, Karl-Heinz Werle und Otto Graßhoff (von links) erhielt vom Oberbürgermeister eine Flasche Champagner.

Zugehörige Wettkämpfe

Datum Name Ort
08.–24.08.2008 Olympische Sommerspiele 2008 Peking (China)