Von München und Frankfurt sind im Laufe des Mittwochs die Stabhochspringer des LAZ, Raphael Holzdeppe und Kristina Gadschiew, mit dem DLV-Tross zur Hallen-EM nach Göteborg gestartet.

Zweibrücken/Göteborg. Raphael Holzdeppe ist erleichtert. Der Fünfte der Deutschen Hallenmeisterschaft in Dortmund vom Leichtathletikzentrum (LAZ) Zweibrücken ist vom Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV) noch für die Hallen-EM ab diesem Freitag bis Sonntag in Göteborg nominiert worden (wir berichteten).

„Vermutlich haben meine bisherigen Erfolge bei internationalen Wettkämpfen dazu die zweimalige Teilnahme an den Olympischen Spielen in Peking und London, den Ausschlag gegeben“, mutmaßt der Olympiadritte des vergangenen Jahres mit 5,91 Metern. Mit diesem Erfahrungsschatz des 23-jährigen Zweibrückers konnten die jungen Hendrik Gruber und Tobias Scherbarth (beide Bayer Leverkusen) nicht mithalten, wenngleich sie mit je 5,75 den Wahl-Münchner übertroffen hatten.

„Teilweise hatten sich einige technische Fehler eingeschlichen.“

Raphael Holzdeppe, Stabhochspringer

Eine weitere Trumpfkarte von Raphael Holzdeppe war, dass er zu Beginn der Hallensaison in Rouen seine Bestleistung auf 5,82 Meter gesteigert hatte. In den folgenden Wettkämpfen war er nicht mehr an diese Leistungen herangekommen. „Ich hatte teilweise mit kleineren gesundheitlichen Problemen zu kämpfen. Teilweise hatten sich auch hie und da einige technische Fehler eingeschlichen“, schiebt der Schützling von Trainer Chauncey Johnson nach. Aber nun seien alle Wehwehchen ausgeräumt, und die 5,70 Meter machten ihm Mut, dass er auch bei der EM wieder in den Kampf um die Medaillen, zusammen mit dem Olympiazweiten und Hallenmeister Björn Otto (5,85 m) und seinem Trainingskameraden in München und DMZweiten, Malte Mohr (5,80 m) eingreifen könne. Favorit für den Bundeswehrangehörigen in Mainz ist der Franzose und Olympiasieger Renaud Lavillenie.

Von Medaillen mag die zweite Starterin des LAZ, Kristina Gadschiew zunächst nicht träumen. Obwohl bei ihr ein dritter Platz bei der Hallen-WM in Paris 2011 zu Buche steht. Noch wirkten bei ihr zu Wochenbeginn die mageren 4,40 Meter nach, Von München und Frankfurt sind im Laufe des Mittwochs die Stabhochspringer des LAZ, Raphael Holzdeppe und Kristina Gadschiew, mit dem DLV-Tross zur Hallen-EM nach Göteborg gestartet. mit denen sie erstmals in ihrer Karriere die deutsche Meisterschaft gewonnen hatte. „Sei doch mal stolz drauf“, hatten sie ihre Freunde aus ihrer Melancholie gerissen.

Auch zahlreiche Glückwünsche hatte die 28-jährige Lehramtsstudentin erhalten. Deshalb redete sich die Hornbacherin, die am Mittwoch ab Frankfurt mit ihren acht Stäben mit dem DLV-Tross nach Göteborg geflogen ist, ein, dass sie doch „deutlich höher springen kann“. Bei 4,66 Meter steht seit dem vergangenen Jahr ihre Hallenbestleistung. Als Ziel gibt der Schützling von Bundestrainer Andrei Tivontchik deshalb vorsichtig an, zunächst einmal den Endkampf zu erreichen. „Ich muss versuchen, locker zu bleiben“, lautet deshalb auch ihre Devise.

Zeitplan Stabhochsprung: Frauen: Qualifikation Freitag ab 17.15 Uhr, Endkampf Samstag 16.10 Uhr: Männer: Quali Samstag 11.35 Uhr, Finale Sonntag 16.30 Uhr.

Sein Potenzial hat Raphael Holzdeppe mit 5,70 Metern bei der Hallen-DM in Dortmund am Wochenende angedeutet.
Sein Potenzial hat Raphael Holzdeppe mit 5,70 Metern bei der Hallen-DM in Dortmund am Wochenende angedeutet. In Göteborg soll der Höhenflug des 23-Jährigen wieder in Richtung Medaillenränge gehen. Fotos: Birkenstock
Alles im Griff hat die deutsche Hallenmeisterin im Stabhochsprung, Kristina Gadschiew, aus Hornbach.
Alles im Griff hat die deutsche Hallenmeisterin im Stabhochsprung, Kristina Gadschiew, aus Hornbach.

Zugehörige Wettkämpfe

Datum Name Ort
23.–24.02.2013 Deutsche Hallenmeisterschaften 2013 Dortmund (Deutschland)