Zweibrücken gilt schlichtweg als eine Sportstadt. Und dies nicht erst seit 1999 beim Festival des Sports seitens des Sportbundes Pfalz, als die Vereine mit einer Vielzahl von Veranstaltungen in der Innenstadt Werbung betrieben haben. Schon damals hatte sich gezeigt, dass die Vereine bereit sind, Verantwortung zu übernehmen, bereit sind, zum Image der Stadt ihr Scherflein beizutragen. Doch das beruht in Zweibrücken auf Gegenseitigkeit. Schafft es doch die Verwaltung immer wieder, die infrastrukturellen Voraussetzungen zu schaffen, dass auch Sport in jeglicher Form betrieben werden kann.

Als Beispiel gelten die beiden Mini-Spielfelder in Ernstweiler und Mittelbach, die mit der finanziellen Unterstützung der Stadt und den Vereinen realisiert worden sind. Gleichzeitig haben diese beiden Maßnahmen auch gezeigt, dass hier Hand in Hand mit dem Ortskartell in Ernstweiler und der TSG Mittelbach gearbeitet worden ist. Waren doch erhebliche Eigenleistungen erforderlich und innerörtlich wird künftig dafür gesorgt, dass die Anlagen auch optimal genutzt werden können.

Um das sportliche Angebot auch in der nahen Zukunft zu verbessern, wird derzeit der Hartplatz der Vereinigten Bewegungsspieler Zweibrücken (VBZ) bis Anfang September in einen Rasenplatz umgewandelt. Eine überfällige Maßnahme, nachdem der Hartplatz des Bezirksligisten in die Jahre gekommen war. Als eine weitere Herausforderung steht nun die Sanierung des Westpfalzstadions auf dem Programm.

Dabei sollen Gelder aus dem Konjunkturprogramm II der Bundesregierung verwendet werden. Bei dieser Sanierung könnten gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe geschlagen werden. Der SVN 1929 Zweibrücken, wie der Fußball-Oberligist ab 1. Juli offiziell heißen wird, könnte mit einer Flutlichtanlage und einem Kunstrasenplatz seine Chancengleichheit mit den übrigen Vereinen erhöhen, und zum anderen würde das Leichtathletikzentrum (LAZ) Zweibrücken davon erheblich profitieren.

Dieser Ausbau ist auch den beiden Vereinen geschuldet, die einerseits in der Fußballszene und andererseits im Bereich des Deutschen Leichtathletik-Verbandes schon seit Jahren Imagewerbung für die Stadt Zweibrücken betreiben. Der Wunsch der Vereinsvorsitzenden Richard Denger (SVN) und Josef Scheer (LAZ) ist keineswegs überzogen und würde auch keinen der übrigen sporttreibenden Vereine in Zweibrücken tangieren. Vielfach würde diese Maßnahme zu einer weiteren sportlichen Aufwertung der Stadt beitragen. Dabei wäre auch der Bau einer Tribüne keineswegs ein Hohn. Muss doch einmal bedacht werden, wie viele Kinder und Jugendliche der Zweibrücker Schulen diese Anlage täglich nutzen, ohne dass eine Unterstellmöglichkeit vorhanden ist. Dass die Tartanbahn auch in die Jahre gekommen ist, ist nicht zu leugnen. Denn weitestgehend von der Öffentlichkeit unbemerkt, tummelt sich die deutsche und internationale Stabhochsprungelite in Zweibrücken, seit LAZ-Coach Andrei Tivontchik das Amt des Frauen-Bundestrainers innehat. Ist doch die Anlage im Westpfalzstadion einzigartig.

Aber auch im Ensemble mit dem Badeparadies bildet das Westpfalzstadion eine einzigartige Einheit. Nicht umsonst wurde der „Tag des Deutschen Sportabzeichens“ vom Sportbund Pfalz am Donnerstag, 18. Juni, nach Zweibrücken vergeben. Welchen Stellenwert Zweibrücken auch im Schulsport genießt, hat erst in der vergangenen Woche der Wettbewerb des Rhein-Main-Donau-Cups unterstrichen. Rund 250 Schüler aus den Bundesländern Bayern, Baden-Württemberg und Reinland-Pfalz nutzten die Einrichtungen der Westpfalzhalle im Geräteturnen und im Badeparadies im Schwimmen.

All dies kommt nicht von ungefähr. Bezeugt dies doch die Weitsicht, die im Stadtrat vorherrscht und welche Bedeutung dem Sport beigemessen wird. Zweibrücken ist in vielfacher Weise beispielhaft und nimmt eine Vorreiterrolle ein.