Leipzig. Mit einer Bronzemedaille kehrt Daniel Clemens aus Leipzig nach Zweibrücken zurück. Der 26 Jahre alte Stabhochspringer vom LAZ Zweibrücken wurde hinter den beiden Leverkusenern Bo Kanda Lita Baehre (5,60 m) und höhengleich mit Torben Blech (5,50 m) Dritter. Und war trotz des Einstellens seiner Saisonbestleistung ein wenig enttäuscht.

„Es wäre heute viel mehr drin gewesen, ich stand mir wieder selbst im Weg. Zwei Durchläufe bei deutschen Meisterschaften, das darf man sich nicht erlauben, das darf nicht sein“, sagte der Sportsoldat selbstkritisch. Er war bei 5,50 Meter auf den nächsten Stab gegangen, ist durchgelaufen und hatte wieder zurückgewechselt. „Es wären 5,60 oder 5,65 Meter drin gewesen. Das wäre das i-Tüpfelchen gewesen“, sagte Clemens. An der EM-Norm für Glasgow ist er gescheitert, aber, so sein Trost: „Ein dritter Platz ist ja nicht schlecht.“

Ohne Platzierung und ohne Höhe fährt Nico Fremgen nach Petersberg zurück. „Es gibt nicht viel zu sagen. Ich kann nicht umsetzen, was ich im Training zeige“, sagte der 22-Jährige enttäuscht. „Ich habe Probleme. Ich bin ein komplett anderer Springer, wenn die Latte aufliegt.“ Dreimal ist er gegen die Anfangshöhe von 5,00 Metern gesprungen, dreimal gescheitert. „Vorbereitung und Einspringen waren bombe, ich hatte gut geschlafen. Ich kriege es nicht hin.“ Er klang ein wenig verzweifelt. Die Halle sei allerdings nicht so wichtig, es zähle der Sommer. „Aber schön, das hier mal gesehen zu haben“, sagte Fremgen nach seiner ersten deutschen Hallenmeisterschaft.

Als Dritte in ihrem 60-Meter-Vorlauf in 7,43 Sekunden hatte Sina Mayer am Samstag keine Chance auf einen Finalplatz. „Er war mein Ziel, ganz klar. Aber ich glaube, ich hatte eine richtig schlechte Reaktion im Block. Hinten raus war’s gut. Aber wenn man vorne nicht reagiert, bringt’s nichts. Dafür sind 60 Meter zu kurz“, sagte die 23-jährige LAZ-Sprinterin aus Schönenberg-Kübelberg.

Vor drei Jahren lief sie in Leipzig 7,32 Sekunden, machte seitdem keine Hallensaison mehr. Jetzt ist sie mittendrin, hat als Saisonbestzeit 7,39 Sekunden stehen. Und das hat seinen Grund: In Thomas Prange hat sie nach Karl-Heinz Werle und Christian Stütze ihren dritten Trainer – in Paderborn, wo sie sehr oft ist und dann ein Zimmer in einer WG hat. „Es ist halt eine richtig starke Trainingsgruppe. Wir waren jetzt auch in Leipzig fünf Läuferinnen. Das macht viel aus, das ist viel besser, als alleine zu trainieren“, erzählte Sina Mayer. Keine neue Weisheit, aber man muss das Wissen

ja auch erst einmal umsetzen. Sie hatte gemerkt, dass sie auf der Stelle trat. Sie brauchte neue Impulse. Prange übrigens ist der Trainer der schnellsten deutschen Frau: Tatjana Pinto.

Seit Oktober ist sie in Paderborn, kommt immer noch regelmäßig heim in die Pfalz, trainiert und startet für das LAZ. Jetzt wartet sie beziehungsweise arbeitet hart daran, dass das Training fruchtet, im Sommer will die Staffel-Europameisterin und EM-Dritte der U23 von 2017 über 100 Meter es noch mal wissen. Die Bundeswehr hält ihr den Rücken frei, nachdem sie im Oktober ihre Bachelor-Arbeit an der Universität des Saarlandes in Saarbrücken abgegeben hat, hat sie auch den Kopf frei. „Ich will mich in diesem Jahr komplett auf den Sport konzentrieren. Dann schauen wir mal“, sagte eine froh gelaunte Sina Mayer.

Zugehörige Wettkämpfe

Datum Name Ort
16.–17.02.2019 Deutsche Meisterschaften Halle Leipzig (Deutschland)