Der Ersatztermin für das ursprünglich für 19. Juni geplante Sky’s the Limit des LAZ Zweibrücken ist gefunden. Nun sollen am Samstag, 25. Juli, im Westpfalzstadion wieder Speere in die Weite und Stabhochspringer in die Lüfte fliegen.

Zweibrücken. Die Umstände sind andere, die detaillierten Planungen schwieriger – doch davon will sich das LAZ Zweibrücken nicht abhalten lassen. So wird es auch in diesem Sommer ein Sky’s-the-Limit-Meeting im Westpfalzstadion geben. Es wird 2020 anders aussehen, wie so vieles in Zeiten von Corona. Den Event daher ganz ausfallen zu lassen war für das Leichtathletikzentrum allerdings keine Option.

Lag im Juni, zum Zeitpunkt des ursprünglich geplanten Termins, auch vieles noch im Ungewissen, so war für den LAZ-Vorsitzenden Alexander Vieweg schon da klar: „Es wird einen Alternativtermin geben.“ Nach Rücksprachen mit Athleten und Partnern zeichnete sich schnell ab, dass das Meeting im Juni nicht in gewünschter Form machbar gewesen wäre. Auch sie sprachen sich aber für einen späteren Termin aus. Mit „ein bisschen Vorlauf“ wird die zweite Auflage des Sky’s the Limit nun am Samstag, 25. Juli, ausgetragen. Mit weniger Zuschauern, dafür aber mit mehr Athleten.

Denn trotz Corona, trotz strenger Auflagen wird das LAZ den Wettkampf sogar erweitern. Waren bei der Premiere im vergangenen Jahr die Speerwurf-Frauen und die Stabhochsprung-Männer am Start, so werden sich im Juli auch die Speerwerfer und Stabhochspringerinnen im Westpfalzstadion messen. „Die Athleten sind doch der Grund, warum wir das alles machen. Ihnen brechen die Wettkämpfe in diesem Sommer einfach weg.“ Hier und da gebe es kleine Meetings, Leistungsdiagnostiken. „Jeder macht ein bisschen was für sich. Die Athleten haben aber nicht viele Möglichkeiten, offizielle Wettbewerbe zu bestreiten.“ Daher soll das Sky’s the Limit auch kein Show-Event werden, sondern ein Bestenlisten tauglicher Wettkampf. Zum ursprünglichen Termin wäre das nicht realisierbar gewesen. „Die Athleten sind heiß wie Frittenfett darauf zu werfen und zu springen“, erklärt Alexander Vieweg. Die Stabhochsprung-Felder seien bereits brechend voll. Auch die Lokalmatadore Raphael Hozdeppe, Daniel Clemens und der in Zweibrücken trainierende Karsten Dilla (Bayer Leverkusen) sowie Speerwurf-Europameisterin Christin Hussong freuten sich riesig über die Möglichkeit, sich unter Wettkampfbedingungen messen zu können.

Viel bleibt bis dahin allerdings zu tun. Organisatorisch und administrativ werde das Meeting eine Herausforderung. Mit den Tests, Anreisefragen der internationalen Starter, Einzelzimmern für die Athleten, den Auflagen beim Meeting selbst. Mit der Erweiterung auf Wettbewerbe mit Männern und Frauen in beiden Disziplinen allemal.

Die Felder sollen daher überschaubar bei acht bis zehn Athleten gehalten werden. „Jeder Sportler braucht einen eigenen Sitzplatz, Speere und Stäbe müssen farbig markiert werden, damit sie nicht in andere Hände als die eigenen geraten, die Stabhochsprung-Anlage muss nach jedem Springer desinfiziert werden“, nennt Vieweg nur einige der Hygienemaßnahmen. Doch vor diesen Auflagen schreckt das LAZ Zweibrücken nicht zurück. „Es wird ein anderes Meeting werden, es werden keine 1000 Zuschauer dabei sein können“, sagt der 33-Jährige. Aber das LAZ werde die virale und mediale Verbreitung ausbauen. „Es wir kein schlechteres Meeting werden“, ist Vieweg zuversichtlich.

„Wir müssen jetzt ausloten, mit wie vielen Zuschauern wir planen können, wie alles konzeptionell umzusetzen ist“, erklärt der frühere Speerwerfer, dass er bei dem Wettkampf nicht komplett auf Publikum verzichten will. Das LAZ arbeite bei der Planung eng mit den Veranstaltern der bestehenden, vergangenen und kommenden Meetings wie Düsseldorf oder Offenburg zusammen, schauen sich die Pläne an, um alles zeitgemäß umsetzen zu können. „Wir werden das mit Sinn und Verstand und im Rahmen der grundsätzlichen Regelungen des Landes planen. Damit wir hier nichts lostreten, was wir nicht wollen“, betont Vieweg.

All das stets in Absprache mit Stadt, Land und Verband. Roger Lewentz, Landesminister des Innern und für Sport, ist Schirmherr der Veranstaltung. Auch der Zweibrücker Oberbürgermeister Marold Wosnitza sei positiv gestimmt gewesen, dass das LAZ den Weg so gehen will. „Beide haben uns – im Rahmen der Erlässe – Unterstützung zugesagt.“

Ab Mittwoch sind in Rheinland-Pfalz Freiluftveranstaltungen mit einer Personenbegrenzung von 350 erlaubt. Das schließt bei dem Meeting alle Helfer, Athleten und Trainer mit ein. Rund 50 Helfer für das Administrative, 30 für die Wettkampfumsetzung seien im Einsatz, dazu die rund 50 Athleten. In welcher Form Tickets beziehungsweise Eintrittsbändchen vergeben werden, ob mit vorheriger Abholung oder Online-Registrierung sei noch nicht entschieden. Klar ist aber trotz Einlasskontrolle und strenger Reglementierung: „Der Eintritt soll auch in Coronazeiten frei bleiben. Von unserem bisherigen Konzept will ich da nicht abweichen.“ So hofft Alexander Vieweg, dass das LAZ-Meeting die dann zulässige Zuschauerzahl erreicht, um den Athleten neben guten Wettkampfbedingungen auch eine nette Atmosphäre bieten zu können. So gut es eben geht in diesen verrückten Zeiten.

Die Zuschauer dicht an dicht, das wird es bei der diesjährigen Auflage des Sky’s-the-Limit-Meetings zwar nicht geben, einen ordentlichen Wettkampf will das LAZ den Athleten aber dennoch bieten.
Die Zuschauer dicht an dicht, das wird es bei der diesjährigen Auflage des Sky’s-the-Limit-Meetings zwar nicht geben, einen ordentlichen Wettkampf will das LAZ den Athleten aber dennoch bieten. (Foto: ski)

Zugehörige Wettkämpfe

Datum Name Ort
25.07.2020 Sky's the Limit 2020 Zweibrücken (Deutschland)