Internationalen Spitzensport gibt es am Samstag, 11. Juni, wieder im Zweibrücker Westpfalzstadion beim Meeting „Sky’s the Limit“ zu sehen: Stabhochsprung der Männer und Frauen sowie den Frauen-Speerwurf. Der LAZ-Vorsitzende Alexander Vieweg freut sich vor allem aus einem bestimmten Grund auf die drei Wettbewerbe.

Zweibrücken. Die Vorfreude beim geschäftsführenden Vorstand des LAZ Zweibrücken – dem Vorsitzenden Alexander Vieweg, dem Finanzvorstand Holger Passauer und dem Sportlichen Leiter Alexander Gakstädter – ist groß, auch wenn das Meeting in den vergangenen beiden Corona-Jahren trotz allem über die Bühne gegangen war. Warum, das hat Vieweg ganz groß auf die in der Stadt verteilten Plakate schreiben lassen: „Keine Corona-Beschränkungen“, steht da laut dem LAZ-Chef neben Datum und Zeitplan extra drauf.

Das heißt: Alle Interessierten können an dem Tag einfach ins Westpfalzstadion kommen. Die Besucher brauchen keine Masken mehr zu tragen, es ist kein vorheriges Anmelden über eine Online-Plattform notwendig. „Jetzt dürfen wir endlich mal wieder nur das LAZ Zweibrücken sein. Wir freuen uns darauf“, sagt Vieweg und muss diesmal keinen nebensportlichen Ordnungsaufgaben mehr nachkommen. Wie schön das ist, konnten die LAZ-Verantwortlichen bereits vor vier Wochen bei den Pfalzmeisterschaften im Zweibrücker Stadion erleben: „Einfach geil. Schön, dass wir das ganze Drumherum nicht mehr haben“, urteilt Vieweg.

Er verhehlt nicht, dass das Vorjahres-Meeting „ein Schlag in die Magengegend“ war. Das LAZ hatte damals eine Ausnahmegenehmigung für 500 Zuschauer, letztlich kamen nur 400. Und ausgerechnet einen Tag vor den Wettkämpfen wurde die Corona-Verordnung gelockert, das LAZ musste seine Veranstaltung aber unter den vorher genehmigten Rahmenbedingungen abwickeln.

Was nach zwei Corona-Jahren durchaus schwieriger war als in den Vorjahren, war jetzt das Erstellen guter Starterfelder. „Das war seit drei Monaten ein Spießrutenlauf und eine echte Herausforderung“, stellt Vieweg fest. Es musste ein Termin gefunden, der für Stabhochsprung und Speerwurf passt. Gar nicht einfach im prallvollen Jahr mit Diamond League, Weltund Europameisterschaften. In Merzig beispielsweise haben sie ihr Hallen-Stabhochspringen, dass wegen Corona ausgefallen war, just auf den gleichen Samstag gelegt. „Und wenn in Polen polnische Meisterschaften sind, kann man zwar viele Athleten anschreiben. Man bekommt aber einen“, erklärt Vieweg weiter.

„Wir haben das im Nachhinein betrachtet aber gut gemeistert. Es sind einige neue Namen dabei“, sagt er mit Verweis auf die bis jetzt feststehenden Starterfelder, die sich in der Kurve des Stadions zum Hallenbad hin wieder miteinander messen werden. Im Stabhochsprung der Frauen ab 15 Uhr führt die schwedische Vorjahressiegerin Michaela Meijer (Bestleistung 4,83 Meter) das Siebener-Feld an, ansonsten sind neben der Mannheimerin Jacqueline Otchere (4,60 m) und Katharina Bauer (4,65) nur deutsche Springerinnen am Start. „Für die gibt es halt wenig Wettkämpfe insgesamt“, sagt Vieweg zur Begründung.

Der Speerwurf der Frauen mit Lokalmatadorin Christin Hussong aus Herschberg (69,19) und den weiteren 60-Meter-Werferinnen Annika Fuchs (63,68), der Österreicherin Victoria Hudson (64,68) und Christine Winkler (59,70) soll dann ab 17 Uhr, wie immer gemeinsam und abwechselnd mit dem Stabhochsprung der Männer, über die Bühne gehen. Hier messen sich Lokalmatador Raphael Holzdeppe (5,94), der im Vorjahr verletzt pausieren musste, und der deutsche Meister Oleg Zernikel (5,80) aus Landau, mit Lamin Krubally und unter anderem den beiden Finnen Tommi Holttinen und Mikko Paavola sowie den beiden jungen Ukrainerin Vladyslav Malykhin und Illya Kravchenko. Jetzt braucht es nur noch gutes Wetter. „Vielleicht nicht ganz so bullend heiß wie im Vorjahr. Das war schon krass“, wünscht sich Vieweg lachend.

Zugehörige Wettkämpfe

Datum Name Ort
11.06.2022 Sky's the Limit 2022 Zweibrücken (Deutschland)