Olympia und Christin Hussong – ein weiter schwieriges Verhältnis. Als die Türkin Eda Tugsuz gestern mit ihrem dritten Versuch den Speer auf 62,13 Meter schleuderte, bedeutete dies das Aus für die Athletin des LAZ Zweibrücken im olympischen Speerwurffinale. Die Herschbergerin rutschte auf Rang neun ab, nur die besten acht nach drei Versuchen bekommen weitere drei Würfe, um den Kampf um die Medaillen auszufechten. Hussong, als Mitfavoritin und Zweite der Weltjahresbestenliste nach Japan gereist, schaute entgeistert ins Leere, kämpfte auf einer Bank im Olympiastadion von Tokio mit den Tränen. Sie schlug die Hände vors Gesicht. Schon in Rio de Janeiro kam sie 2016 nicht über Rang zwölf hinaus. Diesmal also wieder kein Edelmetall. „Es tut weh“, bekannte die 27-Jährige und schob noch ein „besch....“ hinterher. „Das war mein schlechtester Wettkampf dieses Jahr. Wer technisch so schlecht wirft, hat es nicht verdient“, meinte sie. Dabei sei das Einwerfen noch super gelaufen. Ausreden suchte sie keine: „Am Stadion lag es nicht. Ich habe es technisch einfach nicht hinbekommen heute.“ Sofort ging der Blick der Speerwerferin wieder nach vorne: „Sicher, heute fühlt es sich nicht gut an, aber ich bin jung, habe noch einige Spiele vor mir. In ein paar Tagen sieht das wieder anders aus.“ Somit ist auch klar: An ein frühes Karriereende denkt die Herschbergerin nicht. Die nächste Chance kommt: Paris 2024.

Zugehörige Wettkämpfe

Datum Name Ort
23.07.–08.08.2021 Olympische Sommerspiele 2020 Tokio (Japan)